Mit der AIDAaura auf dem Weg nach Asien
- Reisebericht vom 11. - 25. Oktober 2010 -


14. - 17. Oktober 2010: Vier Seetage - auf dem Weg nach Salalah


PooldeckDer erste von insgesamt vier Seetagen am Stück beginnt wie alle anderen Tage auch - mit einem gemütlichen Frühstück im klimatisierten Marktrestaurant, bevor es dann auf Deck in die Sonne geht. Und es ist wirklich unglaublich - es ist absolut windstill (bzw. hebt sich der Wind evtl. auch genau mit dem Fahrtwind auf) und die Sonne brennt mit aller Macht vom Himmel. Obwohl es noch nicht einmal 10.00 Uhr ist, hat das Thermometer die 30°C-Marke schon überschritten - und dazu gibt es noch eine hohe Luftfeuchtigkeit ... gefühlt hat es auf Deck 12 irgendwas um die 50°C ... Trotz intensiver Sonnenmilchbenutzung ist es in der Sonne schlichtweg nicht länger als eine halbe Stunde auszuhalten. Das erste Mal findet die "Schlacht" dieses Mal nicht um die Sonnen- sondern um die Schattenplätze statt ... Ein Mitreisender löst das Problem ganz elegant - er legt sich unter seinen Sonnenliege ... sieht zwar irgendwie merkwürdig aus, ist aber ziemlich effektiv und findet durchaus Nachahmer.

Ich verschwinde daher zunächst auch mal aus der Sonne und ziehe mich - bewaffnet mit einem frischen T-Shirt - an die Anytime-Bar zurück, an der sich um 11.00 Uhr die AIDA-Fans (http://www.wasserurlaub.info) verabredet haben. In netter Runde werden die vielen virtuellen Bekanntschaften in persönliche umgewandelt und auch der eine oder andere neue Forumsmitstreiter begrüßt.

Der Poolbrunch (den es immer an Seetagen zur Überbrückung der Essenspause zwischen Frühstück und Mittagessen gibt) muss heute daher leider ausfallen, so dass es zum Mittagessen nur einen kleinen Snack im Calypso gibt. Den Rest des Nachmittags verbringe ich dann wechselweise in der Sonne, im Whirlpool und im Ruhebereich der Sauna (zum Abkühlen).

Für das Abendessen stehen dann wahlweise die "Tour de Gourmet's - Französische Küche in ihrer Vielfalt" im Marktrestaurant oder "Die schwimmenden Märkte der Antillen" im Calypso zur Auswahl, wobei das Marktrestaurant bei mir eindeutig gewinnt und französische Leckereien einschließlich Raclette die Speisefolge bestimmen.

Beim anschließenden Bingo gibt's leider nur das eine oder andere Glas Sekt für die "Schapszahlenfragen" - der große Gewinn muss wohl noch ein paar Tage warten. Aber lustig ist es trotzdem immer noch - und auch die eine oder andere neue Bekanntschaft lässt sich hier immer knüpfen. Das fehlt halt in der Tat auf den großen Schiffen - und AIDA wäre gut beraten, hier endlich für Abhilfe zu sorgen (@AIDA-"Mitleser": vielleicht ist das ja - trotz Casino - mal zu schaffen ...).

Don ClarkeNach dem Bingo führt Jannik's und mein Weg erst einmal ins Theater - Gastkünstler Don Clarke liefert im Theater Comedy und britischen Humor vom feinsten - da freut man sich auf den zweiten Teil in der zweiten Hälfte der Fahrt. Anschließend planen wir noch einen kleinen Absacker - an unserer Lieblingsbar (Ocean Bar auf Deck 7) ist es allerdings nicht auszuhalten - obwohl es jetzt schon weit nach 22.00 Uhr ist, zeigt das Thermometer noch Zahlen um die 30°C ... wir verlagern den Absacker daher in die (klimatisierte) AIDA-Bar.

Ach ja, wenn Ihr auch mal auf den "kleinen" Schiffen unterwegs seid - nicht wundern, wenn Euch um diese Zeit auf den Kabinengängen immer wieder Menschen in seltsamen (Nacht)gewändern mit einer Karaffe in der Hand begegnen ... die sind auf dem Weg zu einem der Wasserspender auf dem Gang. Soweit eigentlich eine gute Einrichtung - wenn da nicht immer wieder Zeitgenossen unterwegs wären, die anstelle der Karaffen ihre leeren Getränkeflaschen auffüllen würden. Leider halten die meisten diese dann direkt an den Hahn, so dass sich ggf. vorhandene Viren wunderbar verteilen können - der erste bringt sie zum Spender, der nächste holt sie sich mit dem Wasser ab ... Da kann man noch so viel für die Hygiene tun (und das ist hier wirklich schon auf höchstem Niveau) - mit solchen Kleinigkeiten ist das dann ruck-zuck wieder zu Nichte gemacht ... und ich lege definitiv keinen Wert auf einen Noro an Bord ...

Doch zurück zum Thema ... der erste Seetag ist vorbei und der nächste steht vor der Tür. Der Tag selbst verläuft mehr oder weniger identisch wie der erste - lediglich das AIDA-Fan-Treffen wurde durch das Vielfahrertreffen ersetzt und die Sonne wird durch Wind etwas abgemildert. So richtig gut ist das aber auch nicht - am Vortag hat man gemerkt, dass Sonnenbrand droht, heute Abend wird man sehen, dass man einen hat ;-) Auch ich hoffe mal, dass die rote Farbe im Gesicht sich in einen braunen Teint verwandelt - After-Sun habe ich zumindest mal großflächig verteilt ...

Das Abendessen müssen wir heute bis nach dem Bingo verschieben, da um 18.00 Uhr Kapitän Nico Berg zum Vielfahrertreffen an die Ocean Bar eingeladen hat. Wer es nicht mehr weiß oder erst bei diesem Reisebericht eingestiegen ist - "Vielfahrer" wird man bei AIDA ab der sechsten Reise ("Vielfahrer 1 - VF1") bzw. ab der zehnten Reise ("Vielfahrer 2 - VF2") innerhalb von fünf Jahren. Und wer wissen will, wie so ein Treffen abläuft, dem empfehle ich oft genug mit AIDA zu fahren - ansonsten wäre ja die Spannung weg, wenn ich darüber hier ausführlich berichten würde ...

Ausgang zu Deck 6Beim Bingo habe ich mich entschlossen, ein anderes Mal zu gewinnen; dafür aber ist das heutige Abendessen ein Gewinn. "Kulinarisches Alpenglühen" im Marktrestaurant ist einfach nur ein Traum - jeder, der die österreichische, bayerische oder schweizerische Küche mag, kommt heute hier auf seine Kosten (und Kalorien) ... aber dieses Buffet ist einfach eine Sünde Wert. Gut, dass gerade jetzt das "Snapsi-Taxi" vorbeikommt ;-) Im Theater wird heute "Fuego" gegeben - da wir das schon kennen, geht es daher zum Ausklang des Abends direkt an die Anytime-Bar ...

Es ist Samstag - die Uhren haben wir jetzt schon das vierte Mal vorgestellt, aktuell sind wir der deutschen Zeit zwei Stunden voraus. Und heute ist auch der "große Tag". Gegen 17.00 Uhr fahren wir - nachdem wir das Rote Meer in den Indischen Ozean verlassen haben - in den Golf von Aden ein. Damit beginnt dann auch die engmaschige militärische Überwachung, wobei wir davon auf dem Schiff nichts mitbekommen. Lediglich ab und an wird mal ein Kriegsschiff zu sehen sein oder ein Hubschrauber einen Erkundungsflug über uns hinweg machen - ansonsten ist nachts Deck 6 abgedunkelt, damit die Wachposten bessere Sicht haben und die Schallkanonen sind auf beiden Seiten des Schiffs aufgebaut. Beim Vielfahrertreffen konnten wir übrigens einige Informationen über die Schallkanonen erhalten - also da möchte ich eher kein Pirat sein ...

Der Tag selbst war ähnlich dem gestrigen sehr sonnig und heiß und auch der Wind hat uns - zumindest auf Deck 12 - den ganzen Tag begleitet. Allerdings habe ich es heute mal zum Poolbrunch geschafft (dafür dann aber das Mittagessen weggelassen) - das Thema "Tex Mex" war genau mein Ding. Sehr lecker. Auch über den Nachmittag gibt es eigentlich nichts spannendes zu berichten: Sommer (Herbst), Sonne, Sonnenschein ...

Zu erwähnen wäre dann aber doch der Umweltoffizier. Der hat heute nämlich den "4-nach-4"-Aufguss gemacht - und das ist der bislang beste dieser Reise gewesen. Insbesondere sein "Eisregen" war die Krönung - da kann ich nur sagen, lasst den Mann öfter ran ...

Auch heute gibt's das Abendessen im Marktrestaurant: "Portugal" steht auf der Speisekarte (im Calypso wäre es "Brasilien" gewesen). Bingo war heute zwar nicht der Renner (vier Zahlen haben noch gefehlt), aber der anschließend im Theater auftretende Gastkünstler hat den Abend gerettet: Der Mentalist Harry Sher kann tatsächlich Gedanken lesen - oder er ist einfach nur gut. Wie auch immer - die Show ist der absolute Hammer! Auch hier ist der zweite Teil gebucht ;-)

Deko im MarktrestaurantTja, und dann ist er schon gekommen: der letzte Seetag der ersten "Seetagstaffel". Morgen werden wir den Golf von Aden durchquert und den Oman erreicht haben. Und damit haben wir auch schon Halbzeit - bei einer einwöchigen Reise würden jetzt bereits die Abreiseinformationen auf der Kabine liegen ... da haben wir echt Glück ;-)

Wie auch in den Tagen zuvor haben wir Sonne satt (die Wassertemperatur ist hier übrigens auf dem Niveau der Lufttemperatur - das Meer hat ebenfalls 35°C), so dass sich der Tagesablauf ebenfalls kaum vom vorherigen unterscheidet: Sonnen, Lesen und Abkühlen stehen auf dem Programm - zumindest bis zum Nachmittag.

Verena vom Clubteam beim BingoPoolbrunch und Mittagessen habe ich heute mal ausfallen lassen - dafür muss dann aber der Apfelkuchen am Nachmittag dran glauben. Da wir heute Abend einen Tisch im Rossini reserviert haben (hier werden seit neuestem auch die Gerichte aus dem Buffalo Steak House der "neuen" Schiffe serviert), geht es erst nach dem Bingo zum Essen - und bis dahin ist es dann doch etwas zu lang ...

Zuvor gibt es allerdings noch den obligatorischen Aufguss um 4 nach 4 und unseren Bingo-Abend. Ihr ahnt es schon - gewonnen hat zwar wieder ein anderer, aber für eine Flasche Sekt für ein kleines Bingo hat es gelangt :-)

Pünktlich zum Abendessen beendet Verena das heutige Bingo, so dass wir rechtzeitig im Rossini ankommen. Zunächst gilt "Please wait to be seated", dann geht es aber los. Eigentlich ist heute Abend nur das 11-Gang-Menü vorgesehen, aufgrund der frühen Reservierung sind wir aber auch mit unseren Steakwünschen noch zum Zug gekommen. Wir entscheiden uns durchweg für das 240g-Bison-Steak, teils mit Bratkartoffeln, teils mit Baked Potatoe - und sind wieder mal restlos begeistert. Auf den Punkt gebraten, butterweich (für was hier Steakmesser benötigt werden, weiß eigentlich niemand so genau - das Fleisch könnte man mit der Gabel zerteilen) und absolut lecker. Dieser Abend hat sich allemal gelohnt.

Abschließend nehmen wir noch einen Absacker in der Ocean Bar (heute haben wir Glück und ergattern vier Plätze an der Bar), bevor es dann ins Bett geht - schließlich sehen wir morgen nach vier Tagen das erste Mal wieder Land - und unsere Ausflüge fangen recht früh an ...


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