Mit der AIDAaura auf dem Weg nach Asien
- Reisebericht vom 11. - 25. Oktober 2010 -


13. Oktober 2010: Safaga (Ägypten)


Heute erreichen wir mit Safaga in Ägypten unseren letzten Hafen vor dem ersten Seeblock (vier Seetage) - letzte Gelegenheit also, um noch einmal von Bord zu kommen. Ich habe mich hierbei gegen den Ausflug ins Tal der Könige entschieden (dreieinhalb Stunden Busfahrt, glühende Hitze, Staub, Sand und alte Steine - das brauche ich heute nicht) sondern den Ausflug nach Hurghada und die Fahrt mit einem U-Boot (SAF03 - "Abtauchen mit dem Unterseeboot") vorgezogen.

U-BootUm 8.00 Uhr geht es los - unser Bus steht bereit und - wie seinerzeit aus Kairo bekannt - auch unser "Sicherheitsbeamter". Dieser begleitet uns, mit einer Maschinenpistole (oder wie das auch immer heißt) bewaffnet, den ganzen Tag in Ägypten. Ich bin allerdings nicht so wirklich sicher, ob ich mir dadurch eher sicherer oder eher unsicherer vorkomme ...

U-Boot InnenansichtDie Busfahrt nach Hurghada dauert rund eine Stunde und führt uns durch Wüste. Sand und Steine, nur unterbrochen durch die Asphaltpiste, die von Safaga nach Hurghada führt, säumen unseren Weg. Ab und an sieht man ein "Ressort", also Hotels großer internationaler Ketten, eingezäunt, eingemauert und streng bewacht. Hinter den Mauern befinden sich Urlauber, die während ihres Urlaubs von Ägypten eigentlich nur die Sonne sehen - ansonsten pendelt man zwischen Zimmer, Liege, Pool und Buffet. Kann man machen, muss man aber nicht ...

In Hurghdada angekommen, steigen wir auf ein kleines Zubringerboot um, das uns in rund zwanzig Minuten aufs Rote Meer hinausfährt. Hier liegt ein gelbes U-Boot für etwa vierzig Personen bereit, mit dem wir nun die nächste Stunde verbringen. OK, zuvor müssen noch alle vom Boot ins U-Boot. Und die eine oder der andere ist dann halt doch erstaunt, dass der Einstieg in ein U-Boot von oben durch eine relativ enge Luke über eine steile Leiter erfolgt ... und dass Stöckelschuhe und Badelatschen zwar toll sind, genau in diesem Moment aber so unpassend wie Senf auf einem Nutellabrötchen.

25 m unter dem MeerNun, wie auch immer - eine gute Viertelstunde später sind alle Passagiere die Leiter heruntergehievt und haben vor den großen Fenstern Platz genommen. Und dann geht's auch schon los - in aller Stille schwebt unser Boot durch das Rote Meer. Es ist nichts zu hören und nicht zu spüren - das könnte mit dem Begriff "Entschleunigung" gemeint sein ... Wir gleiten entlang eines Riffs, vorbei an einem alten gesunkenen Boot, sehen die verschiedensten Fische, bunte Algen - und Taucher, die für uns Fischschwärme anlocken. Rund eine Stunde dauert die Fahrt - und auf unserem Weg in bis zu 25 Metern Tiefe bekommen wir allerhand zu sehen.

25m unter dem MeerDer Weg zurück zum Schiff gestaltet sich ähnlich unspektakulär wie der Weg zum U-Boot, so dass wir rechtzeitig zum Mittagessen zurück sind. Aufgrund der Hitze genehmige ich mir auch heute nur einen kleinen Snack, bevor ich den Nachmittag mit einem Buch in der Sonne verbringe. Das Abendessen findet erneut im Marktrestaurant statt - auch heute überzeugt mich das Motto ("Der Zarewitsch lädt ein - Russlands Küche zwischen Tradition und Moderne") mehr als das im Calypso ("Karibisches Markttreiben - aus den Küchen der Antillen"). Beim anschließenden Aktiv-Bingo sind war schon deutlich mehr Mitspieler, heute gibt es 100 € zu gewinnen - und wieder fehlt nur eine Zahl für die willkommene Aufbesserung der Urlaubskasse. Aber immerhin habe ich ein kleines Bingo und kann unseren Tisch mit einer Flasche Sekt bei Laune halten.

Tja, und während wir den Abend bei der Schlager-Pool-Party auf dem Pooldeck ausklingen lassen, wird uns gewiss, dass wir nun vier Tage auf dem Wasser unterwegs sind ... über 100 Stunden nur Himmel, Meer und Sonne - wohin man auch schaut. Das ist auch für mich eine neue Erfahrung - und ich bin gespannt darauf ...


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