Mit der AIDAdiva im östlichen Mittelmeer unterwegs
- Reisebericht vom 16. - 23. Juli 2010 -


23. Juli 2010: Ein letzter Tag an Bord


Irgendwann früh morgens laufen wir in den Hafen von Antalya ein - und aufgrund der Kabinenlage bin ich akustisch auch live dabei. Geht aber gleich vorbei und so kann ich dann doch noch bis kurz vor halb Acht schlafen, bevor wir uns zum letzten gemeinsamen Frühstück verabredet haben.

Gegen halb neun verabschieden wir uns (der Düsseldorfer Flieger geht schon mittags) und ich ziehe mich zurück in die Wellness-Oase, für die ich mir ein Ticket gebucht habe - das ist der bequemste Platz, um einen letzten Tag entspannt an Bord zu verbringen.

Lediglich durch ein paar kulinarische Kleinigkeiten zum Mittagessen unterbrochen (da ist heute übrigens die Hölle los, da schon viele neue Passagiere an Bord sind, die abreisenden Gäste aber teilweise auch noch da sind), verbringe ich den Tag bis zur Abreise unter den Bergen Antalyas entspannt an Bord.

Zu einem optional möglichen Ausflug in die Altstadt habe ich irgendwie keine Lust - dafür ist die Luftfeuchtigkeit eindeutig zu hoch ... irgendwie scheint das schon zum Gewöhnprogramm für die Heimat zu gehören - da ist "heiß" ja auch gleichbedeutend mit "schwül"...

Leinen los - bis zum nächsten Mal ...Von einer interessanten Begebenheit in der Sauna muss ich aber noch berichten. Wie immer am Abreisetag werden die Duschen auch gern von Nicht-Sauna-Gängern genutzt, um nach einem Tag an Bord einigermaßen frisch zum Flieger zu kommen. So auch von einem älteren Ehepaar. Während er unter der Dusche steht, bringt sie ihm seine Kleidung für den Rückflug. Dabei teilt sie ihm mit: "Ich habe Dir eine Hose und ein Hemd auf den Wäschekorb gelegt - trockne Dich aber vorher ab." Fehlt nur noch, dass sie ihm sagt, dass er die Unterhose zuerst anziehen soll ...

Pünktlich zur Öffnung der Restaurants an Bord um 18.30 Uhr fährt mein Shuttlebus zum Flughafen ... ein letzter Blick auf die Diva - immerhin verbunden mit der Gewissheit, dass wir uns im Dezember in Arabien wieder sehen ... Gute Fahrt bis dahin ...

Am Flughafen angekommen nimmt uns ein Mitarbeiter der Reiseagentur in Empfang und teilt uns die Nummern der Check-In-Schalter mit - für meinen Condor-Flug wären dies 201-203. Hat was, da braucht man nicht zu suchen ...

Doch was ist das - direkt hinter der Eingangstür zum Flughafen erfolgt die Röntgenkontrolle des Gepäcks und der Reisenden ... das kenne ich so auch noch nicht. Naja, dann hat man das mal hinter sich ... doch obwohl ich alles Metallische in meinen Rucksack geräumt habe, piepst das Ding wie verrückt ... also wieder durch die Einzelkontrolle, aber auch hier piepst ständig was. Der Securitas-Mann scherzt sogar "Bombe?" - sein Lachen zeigt aber, dass er das selbst nicht glaubt. Glück gehabt ... doch so langsam glaube ich, dass bei meiner OP letztens vielleicht doch was vergessen wurde ...

Also gut, ich bin drin und schließe mich der Schlange zu den genannten Schaltern an. Hm, alle zu und auch die Anzeigen sind leer. Sieht irgendwie merkwürdig aus ... aber egal, der Deutsche stellt sich da an, wo er es gesagt bekommt. Und das machen dann auch über 100 Leute. Ich schaue mich derweil mal ein bisschen um und erblicke eine Anzeigetafel. Dort steht auch schon mein Flug - aber mit Check-In-Schalter 218 ... ein kurzer Blick nach rechts und ich sehe das Condor-Logo auf der Anzeigetafel über dem Schalter. Also nichts wie rüber - der Schalter ist leer, ich checke ein und gehe Richtung Gate 64 ... der Rest wartet immer noch ... ;-)

Aber gut, ich bin ja nicht so ... ich gebe den ganz vorn in den Schlangen stehenden einen Tipp - und gehe dann aus dem Weg. Der Rest hat was mit Lemmingen zu tun - sieht zumindest aus der Ferne richtig gut aus ... ;-)

Der Weg zum Gate gleicht einem Hindernislauf ... als erstes kommt die Bordkartenkontrolle. Hier dürfen dann auch die mitgeführten Flüssigkeiten abgegeben werden - sieht irgendwie nach "auf freiwilliger Basis aus" - die Röntgenkontrolle hatten wir ja schon. Naja, andere Länder, andere Sitten.

Aber schon wieder wird der Weg versperrt - dieses Mal ist es die "Polis", die unbedingt einen weiteren Stempel in meinen Pass drücken will ... obwohl doch schon zwei aus der Türkei drin sind. Naja, wird er auch voll ... In der türkischen EDV scheine ich nicht erfasst zu sein (zumindest nicht negativ) - ich darf passieren.

Bis zum Gate passiert jetzt nichts Aufregendes mehr - da es aber noch geschlossen ist, entscheide ich mich für einen kurzen Abstecher an einen Döner-Stand. Kurzum bestelle ich einen Chicken-Döner ... und werde gefragt: "Mit allem und scharf?" Das erstaunt mich jetzt doch irgendwie ... also sooo international habe ich diesen Satz nicht eingeschätzt. Doch die Aufklärung kommt automatisch (wahrscheinlich habe ich doch etwas verwundert geguckt) - "Hab ich früher Döner-Restaurant in Bochum." Na dann ....

Das Teil war übrigens sehr lecker - wenn's jetzt noch Cola Zero gehabt hätte, wär's perfekt gewesen ...

Zurück am Gate hat sich irgendwie noch nichts getan. Nach wie vor ist alles zu. Also warten wir noch ein bisschen; ich erfahre in der Zwischenzeit, dass ich am falschen Gate stehe, da der Flieger hier nach Frankfurt ginge und ich ja sicher nach Köln wolle. Wahrscheinlich hab ich schon wieder verwundert geguckt - denn auch hier kommt die Aufklärung prompt: "Steht auf Deinem T-Shirt." Stimmt, da hab ich natürlich nicht dran gedacht als ich das vorhin angezogen habe. Aber egal, man darf ja auch mit Köln-T-Shirt nach Frankfurt fliegen ...

In der Zwischenzeit sind dann auch vier Securitas-Leute gekommen und haben das Gate geöffnet ... und schon wieder werden meine Bordkarte, mein Reisepass, mein Rucksack und ich kontrolliert und durchleuchtet. Und schon wieder piepst das Ding was es hergibt ... das wird langsam echt unheimlich ... Nach der üblichen Einzelkontrolle darf ich aber immerhin passieren - obwohl ja eigentlich immer noch keiner weiß, was da gepiepst hat.

Der Flug verläuft ohne besondere Vorkommnisse, die Türen schließen dieses Mal auch alle korrekt, der Platz ist mehr als ausreichend, so dass die rund drei Stunden bis Frankfurt mit Unterstützung des iPad wie im Flug vergehen ;-)

Auch die "warme Mahlzeit" ist wieder dabei. Und vermutlich hat Condor gehofft, wir hätten die vom Hinflug vergessen - es sind nämlich wieder diese ominösen Nudeln ... :-( Aber immerhin liegt auf dem Tablett ein Zettel: "Bestellen Sie bei Ihrem nächsten Flug doch einfach von zu Hause schon unser Premiummenü ... OK, Condor weiß also, was da in der Folienverpackung ist - bzw. nicht ist ...

Die Zollkontrolle in Deutschland ist ebenfalls problemlos - wie immer interessiert man sich nicht für mich, so dass ich - nach dem schier endlosen Warten auf meine Reisetasche - dennoch einigermaßen zügig nach draußen komme, wo Andi mich und meine Objektive schon erwartet ...

Und wieder ist eine Woche Urlaub auf der AIDA endgültig vorbei, aber die Erholung tat gut, so dass ich gestärkt in das Programm der nächsten beiden Wochen (http://www.zeltlagerhomepage.de) starten kann ... ...

Ende eines Traumurlaubs


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