Mit der AIDAdiva im östlichen Mittelmeer unterwegs
- Reisebericht vom 16. - 23. Juli 2010 -


18. Juli 2010: Istanbul - zwischen zwei Welten


Hafeneinfahrt IstanbulGegen 7.00 Uhr ist die Nacht zu Ende - wir laufen gemütlich in den Hafen von Istanbul ein. Die Sehenswürdigkeiten bieten gemeinsam mit den historischen Bauten und Moscheen eine tolle Hafeneinfahrt.

Heute haben wir den Ausflug IST01 ("Istanbuls Höhepunkte") gebucht - ein Ganztagesausflug, der uns einen ersten Eindruck der Highlights von Istanbul gibt. Unser Reiseleiter, Bülem, begrüßt uns in akzentfreiem Deutsch - er wurde in Deutschland geboren und hat die ersten elf Lebensjahre in der Nähe von Duisburg verbracht ... das fängt ja schon mal richtig gut an.

Ich hatte im Vorfeld dieser Reise mit einen Kollegen aus Istanbul gesprochen, um mir ein paar Tipps geben zu lassen und ein Gefühl zu bekommen, was man in Istanbul gesehen haben sollte. Zunächst einmal sollte man sich von den Vorstellungen verabschieden, die man ggf. von Istanbul hat - zumindest der neue Teil braucht sich hinter Städten wie Madrid, Rom oder Barcelona nicht zu verstecken.

Melonenhändler in IstanbulWir beginnen unsere Besichtigungstour am Topkapi Palast, einem der größten Museen der Welt. Früher das Machtzentrum des osmanischen Reiches und Privatgemach des Sultans beeindruckt heute die umfangreiche Sammlung von Schätzen aus Tausendundeiner Nacht.

Direkt daneben liegt Hagia Sophia. 532 erbaut, diente sie zunächst über 900 Jahre als christliches Gotteshaus, bevor sie 1453 in eine Moschee umgewandelt wurde. Damals kamen dann auch die vier Minarette hinzu.

Blaue MoscheeVor dem Start unseres Nachmittagsprogramms legen wir aber zunächst eine Pause auf dem Schiff ein, um in Ruhe zu Mittag zu essen. Gleichzeitig ist das die Gelegenheit, um kurz über die Ausflugsorganisation zu sprechen. Die Agentur in Istanbul ("Tura Turizm") hat den Tag in nahezu perfekter Weise vorbereitet. Nicht nur, dass die Reiseführer offensichtlich alle ihren Job und unsere Sprache perfekt beherrschen, auch die Organisation bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten ist optimal. An jedem wichtigen Punkt der Tour stehen orangefarben gekleidete Mitarbeiter, die in ständigem Kontakt zu einander und den einzelnen Reiseleitern stehen. Jeder Reiseleiter ist mit einem GPS-Sender ausgestattet, so dass eine "Wiederzusammenführung" von Teilnehmer und Gruppe problemlos möglich ist. Und bei der Größe des Geländes und den Menschenmassen kann das schneller als gedacht passieren. Im falschen Moment in die falsche Richtung geguckt - und schon ist der Schirm mitsamt Reiseleiter um die Ecke verschwunden.

Yerebatan-ZisterneDoch zurück zu IST01. Der Nachmittagsteil beginnt bei der "Blauen Moschee". Die türkischen Sultane hat es seit eh und je geärgert, dass die Hauptmoschee eine ehemalige Kirche war; 1606 schritt Sultan Ahmet I daher zur Tat und ließ in nur sieben Jahren Bauzeit die "Sultan-Ahmet-Moschee" (auch "Blaue Moschee") genannt, als neue Hauptmoschee errichten. Auf dem Hügel am Hippodrom überragt sie die Hagia Sophia und tritt mir ihren sechs Minaretten (üblich sind nur vier Minarette) deutlich hervor.

Unter Konstantin dem Großen wurde die Yerebatan-Zisterne erbaut, eine 140 m lange und 70 m breite Zisterne, die 80.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen konnte. Konnte, da die rund 10.000 Quadratmeter große und von 336 Säulen gestützte Halle heute mit Lichtspielen, Musik und einem Restaurant als Touristenattraktion dient - allein aufgrund der angenehmen Temperatur lohnt sich aber schon der Abstieg in die "Unterwelt".

Den Abschluss unserer Besichtigungen bildet dann der obligatorische Besuch eines Schmuck- und Uhrenhändlers ... aber auch für diejenigen, die gerade keinen Bedarf an einer Rolex haben, gibt es hier zumindest eine kleine Erfrischung, bevor wir die kurze Strecke zurück zum Schiff fahren.

OrtaköyDa ich um 20.00 Uhr bereits den nächsten Ausflug gebucht habe, ist in der kurzen Zeit zunächst Entspannung angesagt - natürlich in der Sauna beim 6-nach-6-Aufguss. Anschließend esse ich noch eine Kleinigkeit im Bella Vista und dann treffen wir uns auch schon in der AIDA-Bar zu IST05B ("Nächtliche Fahrt auf dem Bosporus").

Istanbul liegt ja auf zwei Kontinenten, Europa und Asien, getrennt durch den rund 30 km langen Bosporus. An der Galatabrücke, unweit unseres Schiffes, startet nun die rund zweistündige Fahrt mit einem Ausflugsboot zwischen den Kontinenten. Hell erleuchtet strahlen ehemalige Festungsanlagen und Ottomanenpaläste an den Ufern um die Wette bis wir die Einfahrt zum Schwarzen Meer erreichen. Hier wenden wir und fahren zurück bis nach Ortaköy direkt unterhalb der Bosporusbrücke. Ortaköy ist Restaurantmeile, Trödlermarkt und Nightlife-Spot - und damit der ideale Ort, um den Abend bei einem türkischen Tee ausklingen zu lassen.

Von hier aus geht es mit dem Bus zurück zum Schiff, wo ich - nach zwei Schöfferhofer Grapefruit an der Beachbar - den direkten Weg ins Bett finde ... war dann doch ein langer und anstrengender Tag mit vielen Eindrücken.


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