Mit der AIDAdiva im östlichen Mittelmeer unterwegs
- Reisebericht vom 16. - 23. Juli 2010 -


16. Juli 2010: Anreise nach Antalya


Terminal 1, Halle C - da sollte der Check-In für den Condor-Flug nach Antalya sein. Das war zwar auch so, doch dort angekommen, stellte sich heraus, dass das Ende der Schlange bis fast zur Halle B reicht - daher also der Hinweis, zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Und das war auch nötig, eine knappe Stunde dauert der Weg durch die Hallen bis zum Check-In. Weitere 30 Minuten dauert der Gang durch die Sicherheitskontrolle, bei der dieses Mal bei mir zwar nichts piepst, ich aber erklären soll, für was man ein Netbook UND ein iPad braucht. Hm, gute Frage, weiß ich auch noch nicht so genau - dazu kann ich nach der Woche im östlichen Mittelmeer vielleicht mehr sagen.

Jetzt geht es erst mal noch eine weitere Viertelstunde bis nach C17 (das ist kurz vor dem Terminal 2), wo mein Flug zum Schiff startet. Um 14.30 Uhr wollen wir nach Antalya abheben, folgerichtig geht es kurz vor zwei mit dem Bus zum Flieger. Ich halte mich erst mal ein bisschen zurück, schließlich gibt es ja reservierte Plätze - und da 11D einer der vier XL-Seats am Ausgang ist, freue ich mich fast auf den Flug ;-)

Pünktlich um 14.30 Uhr sind wir an Bord, der Pilot verspricht einen schnellen Start und einen Flug von unter drei Stunden, so dass wir etwa eine Viertelstunde vor der geplanten Zeit in der Türkei ankommen sollten. Das klingt doch gut...

Weniger gut klingt allerdings das "Hmm ...", das die Stewardess von sich gibt, nachdem sie die Tür neben mir von "Park" auf "Flight" stellt. An der Tür gibt es nämlich eine Kontrollleuchte, die anzeigen soll, dass die Tür geschlossen und die Notrutsche aktiviert ist. Dummerweise bleibt die Lampe dunkel. Sie macht also Meldung - und damit hat sich die frühe Ankunft erledigt.

AIDAdivaZunächst wird die Lampe mit der an der Tür gegenüber getauscht - es könnte ja sein, dass lediglich die Birne defekt ist - ist aber natürlich nicht so ... an der gegenüberliegenden Tür leuchtet sie fröhlich vor sich hin, während die andere Lampe an meiner Tür dunkel bleibt. Also Meldung im Cockpit gemacht. Der Kapitän teilt das dann auch sofort allen Passagieren mit: "Also Leute, das mit der frühen Ankunft in Antalya könnt Ihr vergessen. Jetzt braucht's erst mal einen Techniker, dann guckt der nach der Tür, danach gucke ich, dass ich wieder einen freien Startslot bekomme und dann schau'n mer mal, ob Euer Schiff dann noch da ist ..." OK, er hat's anders formuliert - aber der Informationsgehalt war der gleiche.

Während wir also auf den Techniker warten, wird durch die Stewardessen Wasser gereicht - und auch die Klimaanlage hält durch, so dass die Wartezeit auf den Flugzeugingenieur annehmbar bleibt - vielleicht sollte die Bahn mal nachfragen, wer die Klimaanlagen für Condor baut ...

Nach rund 15 Minuten geht die Tür auf - drei Techniker von Condor stürmen den Flieger - bewaffnet mit allem notwendigen Werkzeug: einem Lappen. Die haben nämlich schon geahnt, wo die Ursache liegt: ein bei der Wartung zu stark eingefettetes Scharnier hat den Kontakt zur Kontrolllampe verhindert - kurz drüber gewischt, die Tür auf "Flight" gestellt und siehe da: die Lampe leuchtet.

Nun kann's ja losgehen - wenn wir denn einen Startslot hätten. Haben wir aber nicht, sagt Eurocontrol in Brüssel. In Österreich ist gerade viel Verkehr - da müssen wir warten. Oder - so sagt der Kapitän - drumherum fliegen. Und genau das ist der Plan: wir fliegen also irgendwie anders nach Antalya und kommen dafür früher weg. Obwohl, "früher weg" ist gut - wir starten jetzt mit rund 90 Minuten Verspätung. Aber immerhin - wir sind in der Luft ... der Urlaub kann beginnen.

Zum Flug gibts nicht viel zu berichten. Rund drei Stunden auf einem XL-Seat am Notausgang sind nicht wirklich ein Problem. Schon gar nicht mit iPad (Achtung: jetzt kommt Apple-Werbung!) Ein bisschen was gelesen, ein bisschen Musik gehört, eine Folge von Monk geguckt und ein bisschen geflippert ... da ist man schnell am Ziel. Zwischendurch gab es dann noch eine "warme Mahlzeit" - auf der Folie stand was von "Pasta" ... könnte gestimmt haben ... ;-)

"Stößchen"Gegen 19.45 Uhr erreichen wir Antalya - rund eine Stunde später als geplant. Aber das Schiff legt ja erst um 22.00 Uhr ab - das schaffen wir. Zunächst stehen aber noch die Passkontrolle und das Hoffen auf die Reisetasche an ... beides verläuft jedoch unspektakulär, so dass wir um 20.30 Uhr in unserem Shuttles-Bus zur AIDAdiva sitzen. Von Jannik, der schon eine Woche auf dem Schiff ist, erfahre ich per SMS, dass die Fahrt jetzt noch 45 Minuten dauert - also noch ein kleines Nickerchen gemacht, zumal es draußen auch schon dunkel ist.

Das Einchecken am Hafen geht dafür schnell ... am Schalter für Deck 5 steht kein Mensch, so dass ich nach 5 Minuten auf dem Weg zu meiner Kabine bin. Und wie immer gilt: "Endlich wieder zu Hause." ;-)

Ich stelle nur meinen Rucksack in die Kabine, packe Portemonnaie und Technik in den Safe und springe schnell ins Marktrestaurant, um noch eine Kleinigkeit zu essen - aufgrund der verspäteten Ankunft einiger Flieger (in Düsseldorf haben sie anscheinend auch Türen eingefettet) haben diese heute länger geöffnet. Anschließend gehe ich aufs Pooldeck zur Welcome Party ... und finde auch relativ schnell Ela, Bernd und Jannik - und da nur Jannik weiß, dass ich heute komme, gibt's auch gleich einen Grund für die eine oder andere gemeinsame Runde - schließlich gibt's einiges zu feiern. Und genau das tun wir auch - gegen halb zwei geht's dann endlich auf die Kabine, wo meine Reisetasche schon sehnsüchtig vor der Tür steht und auf mich wartet.

Ich packe noch schnell aus und verschwinde dann sofort im Bett - bei weit geöffneter Balkontür ist die sommerliche Hitze dank Fahrtwind dann auch gut zu ertragen ... endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen.


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