Mit der AIDAcara in Südostasien unterwegs
- Reisebericht vom 21. Dezember 2009 - 4. Januar 2010 -


24. Dezember 2009: Ho Chi Minh City (Vietnam)


Der Tag beginnt für viele Passagiere am frühen Morgen gegen 4.30 Uhr mit der Einfahrt in den Saigon-River in Richtung Ho Chi Minh City, die wir gegen 7.00 Uhr erreichen. Zumindest deutet das Türenschlagen auf den Gängen darauf hin, dass viele die Einfahrt auf dem Deck erleben wollen. Wir halten uns da eher an die Aussage von Matthias von den Scouts, der berechtigterweise darauf hinwies, dass wir am Nachmittag ja auch wieder herausfahren - und dann das gleiche sehen … und das sogar bei Tageslicht.

Weihnachten beim LandgangWährend Eric nach dem Frühstück einen Ausflug ins Mekong-Delta unternimmt, habe ich mich entschieden den Tag heute mit den gefühlt zehn anderen Passagieren noch einmal in Ruhe an Bord zu verbringen … schließlich ist heute Weihnachten ;-) Das fällt hier übrigens bislang kaum auf - an der Gangway stehen zwar zwei Weihnachtsmänner für die Landgangfotos bereit und im Hintergrund läuft an der Gangway „Jingle Bells" - an Deck fällt aber höchstens der Weihnachtsbaum neben der Rezeption auf … ansonsten ist hier aktuell noch „weihnachtsfreie Zone" - und ehrlich gesagt, bei jetzt 33°C (und wir haben noch nicht einmal halb zehn!) ist Weihnachtsstimmung auch beim besten Willen nicht zu erzeugen.

Inzwischen sind auch die Nachzügler aus Düsseldorf eingetroffen. Rund 170 Passagiere (auf der AIDA allgemein „die Düsseldorfer" genannt), die wegen des wetterbedingt geschlossenen Flughafens am Sonntag nicht nach Bangkok kommen konnten, wurden gestern mit einer von AIDA gecharterten Maschine nach Ho Chi Minh City geflogen und können heute Vormittag endlich ihren Urlaub auf der AIDA antreten … an der Pool-Bar kann man gerade in einige freudige Gesichter gucken ;-)

An Bord findet derweil ruhiges Urlaubsleben statt … ein bisschen in der Sonne liegen, ab und zu ein kühles Getränk an der Poolbar, zwischendurch noch kurz zum Mittagessen - so lässt sich das „Warten aufs Christkind" aushalten.

Mopeds, Mopeds, MopedsInzwischen kehren auch die ersten Ausflügler und „Ho-Chi-Minh-City-auf-eigene-Faust-Erkunder" zurück an Bord. In Gesprächen stellt sich dabei schnell heraus, dass die Erkundung der Stadt in eigener Regie - womöglich noch mit Hilfe eines Moped- oder Fahrradtaxis - nicht zu empfehlen ist. Einerseits gibt es in der Stadt selbst eigentlich nicht wirklich wichtiges zu sehen, andererseits ist das Abenteuer „Straßenverkehr" nicht zu unterschätzen. Wie schon vielfach in diesen Berichten beschrieben, ist Straßenverkehr im (südlichen) Ausland nicht mit dem unsrigen zu vergleichen. Verkehrsregeln werden eher locker ausgelegt und Fußgänger sind im Straßenverkehr einfach nur lästig und störend - und damit auf der Abschussliste ganz oben. Allein die Überquerung einer Nebenstraße in Ho Chi Minh City kann in der Tat lebensgefährlich sein.

Der Straßenverkehr selbst wird im Übrigen durch Mopeds bestimmt. Allein in Ho Chi Minh City sind rund 6.000.000 Mopeds zugelassen (und es gibt auch nicht zugelassene) - und man hat - egal zu welcher Zeit man an welchem Ort ist - immer das Gefühl, diese 6.000.000 Mopeds wären auch gerade da. Der Mopedverkehr hier ist einfach nicht vorstellbar.

Andere haben zusätzlich noch Erfahrungen mit örtlichen Fahrrad- oder Mopedtaxen gemacht. Fahrpreise müssen hier ausgehandelt werden, wobei man durchaus davon ausgehen kann, dass der genannte Preis das 5- 10-fache des Preises beträgt, der angemessen ist. Wer also hier nicht handelt, hat von vornherein schon verloren.

Aber auch wenn anfangs gleich ein günstiger Preis ausgehandelt wurde, sitzt der Fahrer am längeren Hebel. Manch einer hat sich dann in einem unbekannten Stadtteil befunden und durfte für die Rückfahrt dafür ein bisschen mehr zahlen - alternativ hätte man natürlich auch da bleiben können. Solche Erfahrungen braucht in der Tat kein Mensch…

Positives berichten jedoch die AIDA-Ausflügler - die geführten Ausflüge (meistens in die nähere oder weitere Umgebung von Ho Chi Minh City) waren wohl alle recht interessant. Von daher sollte man hier wohl einen AIDA-Ausflug nehmen - oder den Tag in Ruhe auf dem Schiff verbringen.

Saigon RiverDa ich dies ja nun so gemacht habe, bin ich natürlich ausgeruht für das Auslaufen durch den Saigon River - knapp vier Stunden fahren wir vorbei an Reisfeldern, an unzähligen Hütten und Booten - ein Mitfahrer bezeichnet den Bootsverkehr mit „Hier ist ja ein Betrieb als ob Weihnachten wäre" … naja, so unrecht hat er ja nicht.

Reicht gerade so ...Und dann ist es soweit … es weihnachtet. Neben dem Weihnachtsbaum auf dem Schiffsmast haben sich inzwischen noch einige im Schiff, vor allem im Theater, in den Bars und den Restaurants, gesellt. Und auch die Restaurants sind weihnachtlich geschmückt.

Und so begab es sich zu der Zeit, dass Eric und Harald sich aufmachten in die AIDA-Bar, um am Weihnachtsapero teilzunehmen. Gemeinsam mit vielen Mitreisenden wird mit Canapées, Cocktails, Lebkuchen und Weihnachtsgebäck der Weihnachtsabend eingeläutet. Erstmalig auf einem AIDA-Schiff tauchen an diesem Abend auch vereinzelt Anzüge, Krawatten und Cocktailkleider auf - parallel dazu ist aber vielfach auch die normal legere „AIDA-Kleidung" ausgeführt worden … wie immer nach dem Motto „Jeder wie es ihm gefällt" - AIDA eben.

Während wir anschließend den Weg ins Marktrestaurant finden, um das Weihnachtsessen zu probieren (überflüssig zu sagen, dass es wie immer vorzüglich sein wird) stellen wir fest, dass es in den Restaurants doch eher leer ist - und vor allem die Kinder fehlen. Das muss irgendwas mit Weihnachten zu tun haben … und siehe da - der Weihnachtsmann hat die Kinder mit ihren Eltern ins Theater bestellt. Dort wird dann gelobt, es wird auch ab und an die Rute geschwungen und ein kleines Geschenk gibt es auch - Heiligabend auf hoher See bei mehr als 30°C. Mal was Neues, aber durchaus nach meinem Geschmack.

Sommer-WeihnachtsmannWeihnachtsgala im TheaterRechtzeitig zum Start des „Weihnachts-Aktiv-Bingo" geht es dann in der Anytime-Bar auf die Jagd „nach der Kohle". Den ersten Bingo-Abend habe ich beim flüchtigen Durchsuchen der „AIDA heute" übersehen, den zweiten Bingo-Abend haben wir zwecks Ausflugsplanung nicht geschafft. Und heute ist es dann soweit - zumal ich jetzt Verstärkung aus der Gruppe der „Düsseldorfer" habe. Leider hat es außer zu einem „Schätzfragen-Sekt" heute zu nichts gereicht - aber wir sind ja noch ein paar Tage an Bord.

In den Reigen der weihnachtlichen Veranstaltungen an Bord reiht sich anschließend die „Weihnachtsgala" im Theater ein. Besinnliche Lieder, dargeboten sowohl vom Show-Ensemble als auch von einzelnen Besatzungsmitgliedern, Weihnachtsgrüße in vielen Sprachen der Welt sowie als Finale „Stille Nacht", intoniert von einem Großteil der Besetzung, allen Offizieren sowie den Passagieren, geben dem Abend eine festliche Note.

Den Ausklang findet der Abend nun in den diversen Bars des Schiffes bei dem einen oder anderen Kaltgetränk (Glühwein ist bei nach wie vor knapp 30°C deplatziert).


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