Mit der AIDAcara in Südostasien unterwegs
- Reisebericht vom 21. Dezember 2009 - 4. Januar 2010 -


22. Dezember 2009: Ein Tag in Bangkok


Kaum dort angekommen, werden wir auch schon vom automatischen Weckruf des Hotels um 5.30 Uhr wieder in die Realität versetzt. Naja, Ausschlafen geht anders. Aber es hilft ja nix - also ab ins Bad und dann um kurz nach 6.00 Uhr zum Frühstück. Vorher stellen wir die Koffer und Taschen noch vor die Tür - hier kümmert sich AIDA um die Abholung und den Transport zum Schiff (wie wir später feststellen werden hat das auch alles geklappt, so dass die Taschen vor der Kabinentür für uns bereit stehen).

Jetzt kenne ich mich in Hilton Hotels durchaus ein bisschen aus und habe bislang die Überzeugung vertreten, dass das Frühstücksbuffet im Hilton in Köln wohl das Beste ist, das ich so kenne (vielleicht noch getoppt vom Sofitel in Hamburg). Das muss ich jetzt revidieren - das Frühstücksbuffet im Millennium Hilton in Bangkok schlägt das mühelos. Hier werden - den Frühstücksgewohnheiten der Asiaten, der Amerikaner, der Kontinentaleuropäer und der Engländer entsprechend - alle nur denkbaren Speisen aufgefahren. Aufzählen kann man das sowieso nicht - die Bandbreite geht aber von Sushi über Eierspeisen in allen Variationen, Speck, Würstchen, Bohnen, Süßspeisen, Joghurt, Müsli, Obst, Brotaufstrich und Belag aller Art (Fisch, Wurst, Käse, Marmelade, Honig, ...) bis zu frischen Waffeln. Da kommt dann in der Breite selbst AIDA nicht mit - und das will was heißen.

Rushhour in BangkokAber wir sind ja nicht zum Frühstücken in Bangkok - also geht es um 7.00 Uhr los mit unserem Ausflug. Mit insgesamt drei Reisebussen werden wir im Hilton abgeholt und beginnen unsere Fahrt im morgendlichen Berufsverkehr zu den Highlights von Bangkok.

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens dauert die entfernungsmäßig eher kurze Fahrt zu unserem ersten Besichtigungsziel aber dennoch rund eine Stunde. Hunderttausende von Autos und gefühlt nochmal so viele Mopeds verstopfen jeden Meter der Straßen, gefahren wird wo Platz ist und Verkehrsregeln … naja, gibt es wohl auch. Wer in Bangkok arbeitet und außerhalb wohnt, kann daher schon mal mehrere Stunden für die tägliche Anfahrt zum Arbeitsplatz einkalkulieren und dementsprechend früh aufstehen (unser Reiseleiter wohnt beispielsweise 25 km außerhalb von Bangkok und musste um 4.30 Uhr aufstehen, um pünktlich um 7.00 Uhr bei uns im Hotel zu sein).

Goldener BuddhaInzwischen haben wir jedoch unser erstes Ziel, das Kloster Wat Traimit, erreicht. Neben vielen informativen Ausführungen zum Buddhismus, zum Totengedenken und zur (richtigen) Verhaltensweise in Tempeln gilt es hier insbesondere den „Goldenen Buddha" zu besichtigen. Dieser wurde in den 50er Jahren entdeckt, als eine vermeintlich aus Zement gegossene Buddha-Statue versehentlich beschädigt wurde und unter dem Riss pures Gold hervorschimmerte. Die rund fünf Tonnen schwere massive Goldstatue zählt heute zu größten buddhistischen Kunstschätzen.

Es ist jetzt gerade mal 9.00 Uhr - ohne Kopfbedeckung geht es aber praktisch schon nicht mehr. Gefühlte 30°C bei hoher Luftfeuchtigkeit lassen ein Gefühl aufkommen, wie die kommenden zwei Wochen aussehen werden … dennoch ist das deutlich besser als das heimische nasskalte Matschwetter. ;-)

Liegender BuddhaEinen halben Liter Wasser (die Flasche kostet im Übrigen 10 Baht was etwa 20 Cent entspricht) später machen wir uns auf den Weg zum nächsten Stopp des Ausflugs - dem Kloster Wat Pho („Wat" bedeutet übrigens immer Kloster/Tempel). Hier wartet u.a. der „Liegende Buddha" auf uns. Hierbei handelt es sich um eine vergoldete Statue des ruhenden Buddha - 46 m lang und 15 m hoch!

SmaragdtempelUnd weiter geht's … das letzte Ziel vor dem Mittagessen ist ein „Muss" in Bangkok - Wat Phra Kaeo mit dem Smaragd-Buddha sowie der Königspalast. Zwar wird überall auf angemessene Kleidung geachtet (knöchellange Hosen oder Röcke, Oberteile mit Ärmeln und ordentliches, geschlossenes Schuhwerk), am Königspalast gewähren die Wachen ansonsten jedoch gar nicht erst Einlass - folglich blüht das Geschäft der naheliegenden Straßenhändler, die zufällig immer etwas passendes parat haben.

Nach einem ausführlichen Rundgang auf dem Tempelgelände, der an jeder Ecke ein anderes Fotomotiv bietet, geht es nun zum Mittagessen. Zunächst fahren wir zu einer Bootsanlegestelle, um anschließend mit einem der vielen Shuttleboote in einer etwa 15-minütigen Fahrt zu unserem Restaurant zu kommen. Hier bietet sich uns ein Buffet mit einem Querschnitt der thailändischen Küche: verschiedene Suppen (scharf oder mittelscharf) und Vorspeisen, Hühnchen, Fleisch, Gemüse, Fisch sowie Salat und verschiedene warme und kalte Desserts lassen keinen Wunsch offen - vielleicht sollte man zu Hause den Italiener doch ab und zu mal wieder durch den Thailänder ersetzen …

SmaragdtempelNun aber weiter im Programm … mit dem Shuttleboot geht es zurück zum Bus und dann in eine Edelsteinmanufaktur - „Freizeit zum Einkaufen" ist wie meistens bei AIDA-Ausflügen fester Bestandteil des Nachmittagsprogramms. Irgendeine Fabrik oder Manufaktur findet sich immer irgendwo, die man zunächst besichtigen - und anschließend (im Rahmen der „Freizeit") glücklich machen kann, wenn man dort feilgebotene Waren erwirbt. Anschließend ist es dann aber tatsächlich soweit - der Weg zum Hafen von Laem Chabang beginnt und pünktlich zu „Alle Mann an Bord" treffen wir um 16.30 Uhr zu Hause (pardon: auf der AIDA) ein. Es sind ja nur noch wenige fehlende Gäste (von den noch in Düsseldorf auf einen Flieger nach Vietnam wartenden Passagieren einmal abgesehen), so dass das Einchecken rasch erledigt ist. Die obligatorische Frage „Waren Sie schon mal auf der AIDA" führt bei uns zu einem kleinen Lächeln - haben wir doch beide daran gedacht, dass es erst zwei Tage her ist als wir die AIDAluna auf Teneriffa verlassen haben ;-)

Kabine 4289Auch wenn dies mein erstes Mal auf der AIDAcara ist (damit sind jetzt aber alle Schiffe durch), finde ich mich doch sofort zurecht - wir suchen und finden unsere Kabine auf Deck 4 (Außenkabine 4289) ziemlich am Heck auf Backbord (genaugenommen die drittletzte Kabine) - mal schauen, ob sich das irgendwie seegangsmäßig bemerkbar macht. Ansonsten ist alles wie gehabt - zwei Betten (ich sehe gerade, dass diese gegen die Fahrtrichtung stehen), ein Sessel, ein Tisch, Schreibtisch eine Couch, TV-Flachbildschirm, Nasszelle - AIDA halt … Und - abweichend zu den „großen" Schiffen endlich wieder ein vernünftiger Nachttisch mit zwei Schubladen und nicht nur das Minibrett …

Das Gepäck steht übrigens auch schon bereit - die AIDA-Organisation ist also auch in Asien perfekt. Wir packen noch schnell aus, bevor wir uns die Ausflugspräsentation zu Vietnam anschauen. Stadtrundfahrt mit dem Fahrradtaxi oder Bootsfahrt im Mekong-Delta kommen in die engere Auswahl. Allerdings ist der Fahrradtaxi-Ausflug schon ausgebucht, so dass sich Eric für das Mekong-Delta entscheidet und ich noch unschlüssig bin, ob ich auf eigene Faust die Taxifahrrad-Variante wähle (soll laut aida-fans.de eigentlich problemlos funktionieren) oder auch das Mekong-Delta buche (das sind insgesamt aber vier Stunden Busfahrt - und dazu habe ich eigentlich nicht so richtig Lust … das war in Kairo schon stressig). Naja, mal schauen - ich entscheide das dann kurzfristig.

Da wir bis zum Abendessen noch etwas Zeit haben (wir verdauen noch am Mittagessen), legen wir einen kurzen Stopp in der AIDA-Bar auf einen „Mexican Bull" ein, treffen Christiane aus dem Forum mit ihrer Familie und verbringen die Zeit bis zum Dinner mit netten Gesprächen.

Das heutige Motto im Marktrestaurant (wie kann es anders sein): „die asiatische Küche" … Sushi, Rindfleischstreifen in Curry-Kokusnuss-Sauce und andere Nettigkeiten füllen erneut den Magen, bevor es nach einem Verdauungs-Willi vom „Schnapsi-Taxi" (Insider von der Kanarentour) in die Calypso-Bar geht. Mangels Welcome-Poolparty (die fand gestern schon statt *grrr*) arbeiten wir uns also hier und später auf dem Pooldeck bei Sommertemperaturen von deutlich mehr als 25°C durch die Getränkekarte …


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