Mit der AIDAcara in Südostasien unterwegs
- Reisebericht vom 21. Dezember 2009 - 4. Januar 2010 -


20./21. Dezember 2009: Anreise nach Bangkok


Kaum zurück von unserer einwöchigen Kanarentour mit der AIDAluna mit für Dezember erträglichen Temperaturen zwischen 23° und 25° steht bereits der Flug nach Thailand an, um zu unserer zweiwöchigen Südostasientour zu starten. Und das ist auch gut so - immerhin werden wir zu Hause mit Temperaturen von fast 15°C überrascht … MINUS wohl gemerkt! Also nichts wie weg …

Dank Waschservice auf der AIDAluna („7 Teile für 15,50 €") ist der größte Teil der Reisegarderobe bereits wieder einsatzbereit, so dass die Tasche eigentlich nur noch für die zweite Woche ergänzt werden muss … und damit könnte es eigentlich auch schon losgehen. Könnte … wenn wir nicht gerade den kältesten und schneereichsten Tag des Jahres hätten und am Frankfurter Flughafen ein Flug nach dem anderen verspätet ist oder gar annulliert wird (der Düsseldorfer Flughafen ist zu dieser Zeit bereits geschlossen, so dass die dort startenden AIDA-Mitfahrer erst einmal gar nicht nach Bangkok kommen und wir uns erst vier Tage später in Ho Chi Minh City treffen werden). Also geht es zwei Stunden früher als geplant über die verschneite und vereiste Autobahn zum Flughafen - vorbei an querstehenden Autos und anderen Winteropfern.

Und die Vorahnung bewahrheitet sich - die Schlangen vor den Check-In- und Gepäckannahmeschaltern sind doch recht lang, so dass die zusätzliche Zeit nicht wirklich nutzlos war. Zunächst versuchen wir uns antizyklisch zu verhalten und die Schlangen am Check-In-Schalter zu umgehen, indem wir am Automaten einchecken. Erstaunlicherweise geht dies auch - trotz uns nicht bekannter Buchungsnummer - nur anhand des Namens und des Zielortes … die Bordkarten hätten wir also schon einmal.

Jetzt müssen noch die Koffer auf den Weg gebracht werden - und das ist der wahre Zeitfresser. Obwohl die Menschenschlange sich hier nur vier Mal um die gespannten Pfosten und Absperrungen schlängelt, müssen wir fast anderthalb Stunden warten, bis wir unsere Koffer abgeben können. Die meisten in der Schlage nutzen die Gepäckannahmeschalter als Check-In-Ersatz oder - noch schlimmer - für mögliche Umbuchungen ausgefallener Flüge, so dass die Bearbeitungsdauer deutlich über dem liegt, was man für die Abgabe eines Koffers rechnen müsste. Aber wir haben ja Zeit…

"Grüner" McDonalds im Flughafen FrankfurtBei der Abgabe erfahre ich, dass ich Glück hätte, dass heute so ein Chaos herrschen würde - man würde deshalb über die 6,5 kg Übergewicht meiner Taschen hinwegsehen. Witzig - AIDA hat uns bei der Buchung freundlicherweise 30 kg Freigewicht gegönnt - eigentlich hätte ich noch 3,5 kg zuladen können (und habe dafür eigentlich ein Lob erwartet). Und dann kommt der nächste Hinweis - meine „übergroße" Reisetasche habe sich im Gepäckband verheddert und ein Techniker müsste nun kommen … aber hier hat der dezente Hinweis, dass die Reisetasche ein Lufthansa-Produkt ist, recht schnell Wunder gewirkt … so was „könne ja immer mal vorkommen". Na also, geht doch.

Durch unsere frühzeitige Fahrt zum Flughafen (Danke nochmal, René) haben wir leider das geplante Abendessen im Kreise unserer AIDA-Mitfahrer der Kanarentour in der vergangenen Woche beim Tommy (http://www.zumgrabenhoefchen.de) nicht mehr geschafft, so dass nun ein Snack auf dem Airport ausreichen muss. Bei dieser Gelegenheit testen wir gleich mal den neuen McDonald's auf Ebene 0 (schon im neuen grünen Design) - geschmacklich hat sich aber nicht wirklich etwas geändert.

Die restlichen Details sind schnell zusammengefasst: Passkontrolle, Sicherheitskontrolle, Fußmarsch zum Gate (C14), Warten aufs Einsteigen und Teile der Crew … mit 1¼ Stunden Verspätung starten wir dann um kurz nach Mitternacht in Richtung der aufgehenden Sonne. Der Flug selbst (Flugdauer 9:45 Stunden) in einer Boeing 747-400 ist eigentlich problemlos … gut, ein paar Zentimeter mehr Beinfreiheit (und damit automatisch auch mehr Platz für die Rückenlehne) wären jetzt nicht sooo schlimm gewesen - aber irgendwie will das ja auch keiner mehr bezahlen (Geiz ist halt doch nicht nur geil). Das Abendessen (eine Art Schweinegulasch mit Rotkohl und Knödeln) ist eine nette Abwechslung bevor die Lichter zur allgemeinen Nachtruhe ausgehen und vereinzeltes Schnarchen erste Erfolge dokumentiert. Alternativ zu den beiden angebotenen Spielfilmen versuche ich daher auch zu schlafen; leider klappt dies aber zunächst nur ansatzweise - in den tieferen Schlaf bin ich erst gefallen, als der Weckruf zum Frühstück kommt. Naja, Murphy halt.

Dafür passt das warme Frühstück mit Rührei, Kartoffeln und Spargel nicht so wirklich zur Tageszeit - aufgrund der sechsstündigen Zeitverschiebung haben wir inzwischen etwa 15.00 Uhr. Noch eine Stunde und wir werden in Bangkok landen - und dann kann der Urlaub beginnen. Es ist soweit … die Tür des Fliegers geht auf, warme Luft strömt hinein. Gut 30° erwarten uns hier in Bangkok - immerhin mal knapp 50° mehr als zu Hause ;-) Also ab zur Gepäckausgabe (an der meine Reisetasche natürlich erst kommt als an der Anzeigetafel schon lange „last bag" steht und ich mich schon bei den thailändischen Gepäckermittlern sehe). Aber OK, Murphy kann ja nicht immer zuschlagen…

Millenium Hilton BangkokWeiter geht's nun mit der „Immigration" - eigentlich will ich ja in zwei Wochen schon wieder weg … so viel Integrationsbemühung ist in der Zeit gar nicht nötig. Hilft aber nix - der Beamte prüft meinen Reisepass und die bereits im Flugzeug ausgefüllte Einreisekarte ganz genau (Warum will man eigentlich mein Jahreseinkommen wissen, wenn ich Urlaub in Thailand machen will? Bekomme ich dann potenziell passende Werbung per SMS?), macht ein Foto von mir (super, wieder ein Land mit meinem Gesicht in der Kartei) und stempelt wild in meinem Reisepass herum. Egal - ich bin drin ;-)

Kurz vor dem Ausgang dann die nächste Hürde - der Zoll. Viele Passagiere werden zur Seite gewunken, das Gepäck wird durchleuchtet und teilweise auch durchsucht. Hallo, wir reisen ein - nicht aus! Wir sehen aber wohl so seriös aus, dass wir gleich durch gewunken werden und wenige Schritte später mehreren AIDA-Schildern folgend den Weg in die Wartehalle nehmen. Hier werden wir als Teilnehmer am Ausflug „LCH02" („Bangkok klassisch mit Übernachtung im Millennium Hilton") identifiziert und in einen der wartenden Reisebusse gesetzt. Knapp 30 Minuten später - nachdem alle Mitreisenden den Hürdenlauf absolviert haben - befinden wir uns bereits auf dem Weg ins Millennium Hilton - mitten im Berufsverkehr und damit überschaubar schnell. Für die wenigen Kilometer brauchen wir fast eine Stunde. Dafür werden wir im Hotel von einer AIDA-Mitarbeiterin freundlich empfangen; wir werden umgehend eingecheckt und über den weiteren Ablauf unseres Ausflugs informiert.

Falls sich jetzt jemand wundert, warum wir schon einen Ausflug machen, das Schiff aber noch gar nicht gesehen haben (nein, Ihr habt die Stelle mit dem Check-In auf dem Schiff nicht überlesen), dann will ich das gern aufklären:

Da wir zwei Tage in Bangkok liegen und der Hafen rund zwei Busstunden von Bangkok entfernt liegt, hat AIDA zwei Ausflüge mit Übernachtung in Bangkok angeboten - dies erspart uns die Transferzeiten zum Schiff am ersten Tag sowie zurück für einen Ausflug am zweiten Tag. Wir erfahren also, dass wir am kommenden Morgen um 5.30 Uhr geweckt werden, ab 6.00 Uhr frühstücken können und wir dann um 7.00 Uhr mit dem Ausflug beginnen. Und das war auch noch ernst gemeint - einziger Trost ist nun, dass die Passagiere auf dem Schiff, die den Ausflug machen wollen, noch früher aufstehen müssen, da ja hier noch der Transfer nach Bangkok dazu kommt ;-)

Fluss der KönigeGleichzeitig erhalten wir noch das Angebot, eine „Dinner Cruise" auf dem „Fluss der Könige" zu unternehmen - das passt gut, da mir genau so etwas von einem Bangkoker Arbeitskollegen empfohlen wurde, den ich im Vorfeld um den einen oder anderen Tipp gebeten hatte. Wir haben noch etwas Zeit und können uns daher noch kurz frisch machen bevor es zum hoteleigenen Schiffsanleger geht.

Dinner CruiseHier steigen wir um 20.00 Uhr auf das „Dinner Boat" auf, werden freundlich begrüßt („Suvadee") und zu unserem Tisch geführt. Die kommenden zwei Stunden werden wir nun auf dem Fluss unterwegs sein, viele beleuchtete Tempel und Gebäude sehen und dabei typisch thailändisch speisen. Bestellt haben wir einmal „Seafood" (Fische und Meeresfrüchte) und einmal „Thai Food" (Fleisch und Gemüse auf Thai-Art) - und wir werden nicht enttäuscht.Bangkok bei Nacht

Auf eine kleine Vorspeise (eine Art Sate-Spieße und Fischbällchen sowie Krabbenchips) folgt eine Garnelensuppe (wahlweise mittel-scharf, scharf oder sehr scharf; „scharf" ist aber noch essbar) und dann der Hauptgang mit viel Reis und insgesamt rund zehn verschiedenen Fleisch-, Gemüse- und Fischgerichten begleitet von verschiedenen (und verschieden scharfen) Saucen. Ein Gedicht … Den Abschluss bildet nun eine gemischte Platte mit verschiedenem tropischen und exotischem Obst sowie diverser thailändischer Süßspeisen.

Gut gesättigt kehren wir nun zum Schiffsanleger am Hotel zurück und verschwinden - der Ortszeit angepasst - ins Land der Träume.


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