Mit der AIDAcara in Südostasien unterwegs
- Reisebericht vom 21. Dezember 2009 - 4. Januar 2010 -


4./5. Januar 2010: Abschiednehmen von Bangkok


Letzter Tag an Bord ...Das war's dann … der Abreisetag ist unaufhörlich näher gekommen und nun hilft alles nichts mehr: wir müssen nach dem Frühstück die Kabine räumen und uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass unser Urlaub dem Ende entgegen geht - für die einen etwas früher (Bernd, Ela und Jannik sind jetzt schon auf dem Weg nach Deutschland), für die anderen etwas später (Eric und ich entspannen noch in der Sauna) … Da unser Flug erst um kurz vor Mitternacht startet, haben wir noch bis 19.00 Uhr Zeit, uns an das Urlaubsende an Bord zu gewöhnen … ein bisschen Wellness, ein bisschen Sonnen, ein bisschen Lesen, ein bisschen was Schreiben und zwischendurch den einen oder anderen Abstecher in die Restaurants - so vergehen die letzten Stunden auf der AIDAcara.

Ach ja, auch dazu sollte ich noch etwas schreiben. Da dies mein erstes Mal auf der AIDAcara ist (und es das letzte Schiff der AIDA-Flotte ist, das ich noch nicht kenne), habe ich natürlich intensiv verglichen. Und meine Meinung ist inzwischen eindeutig: die kleineren Schiffe (AIDAaura/AIDAvita und AIDAcara) sind meine Favoriten, wenn es um einen Urlaub mit Fun und Spaß geht; die größeren (AIDAdiva, AIDAbella, AIDAluna und bald auch AIDAblu) bieten deutlich mehr Möglichkeiten, dafür sind sie nicht so familiär wie die kleineren Schiffe - hier kennt nach zwei Wochen praktisch jeder jeden (naja, fast) während man bei über 2.500 Passagieren auf den großen Schiffen manche Passagiere nie mehr wieder sieht. Das ist aber natürlich alles subjektiv - manch einer mag auch die gewisse „Anonymität" und das schwindende „Clubschifffeeling" auf den großen Schiffen als ideal empfinden - hier gilt also wie immer: „Ausprobieren".

NasszelleInzwischen kann ich auch noch ein bisschen was zur Kabine schreiben (Ihr erinnert Euch - wir haben die Außenkabine 4289 auf Backbord gehabt). Grundsätzlich ist diese Kabine problemlos - die beiden Bullaugen anstelle des Fensters sind praktisch keine Einschränkung und auch die Kabinengröße ist gut ausreichend (zumal wir bei der 2er-Belegung ja aus der Couch kein Bett machen müssen). Ein bisschen problematisch kann jedoch die Nähe zu den Motoren sein - im Hintergrund ist ständig ein leichtes Motorengeräusch wahrzunehmen; uns hat das nicht gestört, aber empfindliche Naturen könnten da ggf. Probleme haben. Deutlich zu hören (und vor allem zu spüren) sind jedoch die Geräusche bei den An- und Ablegemanövern: da fühlt man sich in der Kabine wie ein Handy beim Vibrationsalarm. An Schlafen ist während dieser Minuten nicht zu denken (dafür verpasst man keinen Hafen) ;-) Und dann muss ich noch die Toilette erwähnen - also nicht die Tatsache, dass wir eine haben (das ist sogar auf Deck 4 Standard) sondern die Tatsache, dass das Vakuumsystem offensichtlich nicht in der Lage ist, den notwendigen Unterdruck für den Spülvorgang kontinuierlich aufrecht zu erhalten - anders ist es nicht zu erklären, dass zwischen dem Betätigen der Spülung und dem eigentlichen Spülen teilweise mehr als zwei Minuten vergehen … das ist dann immer so eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen ;-) Behebbar ist das nach Aussage der Rezeption wohl auch nicht - und ob das nur unsere Kabine oder auch andere auf diesem Gang betrifft, kann ich leider nicht sagen. Im Prinzip ist das also nichts Schlimmes - man muss es halt nur wissen (und wir waren am ersten Tag halt schon ein bisschen unsicher, wie man den Inhalt der Toilettenschüssel wegbekommt, wenn die Spülung nicht funktioniert - da wussten wir ja noch nicht, dass das in wenigen Minuten von selbst geht) …

AIDA-BarKurz vorm Abendessen treffe ich dann Eric in der AIDA-Bar beim Blättern in einer Ausflugsbroschüre … das lässt schon den Verdacht aufkommen, dass Eric den Nachmittag genutzt hat, um seinen nächsten Urlaub zu planen - zwei weitere Wochen auf der AIDAcara. Und so ist es auch - der Flug ist umgebucht und die neue Kabine bezogen … ich muss meinen Rückflug in die Kälte also allein antreten.

Ja, und dann ist es 18.30 Uhr - die Durchsage ist unmissverständlich: ich muss runter von Bord. Also geht es ins Hafengebäude, um die Reisetaschen zu holen - diese stehen mutterseelenallein unter dem „Deck 4"-Schild - ich scheine also tatsächlich einer der letzten zu sein. Ich wechsele also wir das Beförderungsmittel vom Schiff zum Reisebus und mache mich auf den Weg zum Flughafen in Bangkok. Das Einchecken geht erfreulich schnell und auch die Pass- und Gepäckkontrolle ist weit weniger aufwändig als sie hätte sein können. Von daher bleiben bis zum Abflug doch noch fast drei Stunden, die ich jetzt in einer Lounge am Flughafen verbringe und die Zeit nutze, um mal die ersten Mails abzuarbeiten.

Der Rest läuft erwartungsgemäß reibungslos (und Schnee gibt es hier ja auch nicht), so dass wir pünktlich um 23.55 Uhr abheben und am nächsten Morgen um 5.35 Uhr (deutscher Zeit, also nach 11:40 Stunden) in Frankfurt ankommen.

Da ich um diese Zeit niemanden aus dem Bett holen will, nehme ich ein Taxi und mache mich auf den Weg nach Hause - zwei Wochen AIDA in Südostasien sind vorbei … und es war ein Super-Urlaub! Also bis zum nächsten Mal - „Auf AIDAsehen" …


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