Mit der AIDAcara in Südostasien unterwegs
- Reisebericht vom 21. Dezember 2009 - 4. Januar 2010 -


31. Dezember 2009: Silvester in Singapur


"Stadt der Strafen"Die sauberste Stadt der Welt- das erwartet uns heute. Und - ich nehme es vorweg - ich glaube, das stimmt auch. Und ich glaube, ich weiß auch warum. Eine Stadt, in der Kaugummis nur auf Rezept (und dann nur die mit Nikotin) erhältlich sind, deren Einfuhr verboten ist und die für das Wegwerfen von Abfall auf den Boden nicht nur mit Strafen drohen sondern in der Tat S$ 500 (rund 250 EUR) dafür kassieren, muss einfach sauber sein. Und das Konzept geht auf.

MRT-StationAber beginnen wir von vorn. Waschen, Anziehen und Frühstück sind gesetzte Elemente, die keiner weiteren Erwähnung bedürfen. Somit beginnen wir direkt bei unserem „Ausflug" in Singapur. Den haben wir diesmal nicht bei AIDA gebucht sondern uns an Markus' Vorschlag aus dem AIDA-Fans-Forum gehalten und unseren Stadtrundgang mit einer U-Bahn-Fahrt („MRT") begonnen. Zunächst ist eine Fahrkarte zu kaufen - wir gehen also zu einem Ticketautomat, stellen die Menüführung auf dem Touchscreen auf Englisch um, wählen die Anzahl der Personen und unser Fahrtziel von einer interaktiven Netzkarte und bekommen wiederverwendbare (S$ 1 Pfand) Fahrkarten. Das war ja einfach - in Frankfurt würde ich wahrscheinlich jetzt noch mit dem Fahrkartenautomat kämpfen.

Nun führt uns unser Weg durch eine mit der Fahrkarte zu öffnende Schranke auf das Bahngleis in Richtung NE5 („Clarke Quai") - und schon erleben wir die nächste Überraschung: der Bahnsteig ist nicht nur absolut sauber sondern auch mit Glaswänden vom Gleiskörper abgetrennt. Ähnlich dem System am Frankfurter Flughafen mit der Shuttlebahn öffnen sich lediglich nach dem Halt eines Zuges die Zugtüren und parallel die Türen in der Glaswand - pfiffig gemacht, Unfall und Selbstmord ausgeschlossen.

Dass die Züge selbst ebenfalls blitzblank sind (hier gibt es weder Graffitis noch zerstörte Sitze, Scheiben oder was auch immer) muss ich wohl kaum noch erwähnen. Und auch das subjektive Sicherheitsempfinden ist deutlich höher …

Blick vom Singapore FlyerMerlionDer geplanten Tour folgend steigen wir am Clarke Quai aus und beginnen unsere Tour, die uns zunächst bis zum Wahrzeichen Singapurs, dem Merlion, führt. Von hier haben wir bereits einen tollen Blick auf den Singapore Flyer, das größte Riesenrad der Welt. Wir besorgen uns daher am Fullerton Hotel ein Taxi und fahren direkt dorthin. Da wegen des Silvestertages das Riesenrad heute erst um 12.00 Uhr öffnet, sind wir zeitlich ziemlich genau passend, so dass wir bereits nach wenigen Minuten Wartezeit unsere Kabine erreichen und in der nächsten halben Stunde einen tollen Blick auf die Skyline von Singapur genießen können.

Schwieriger wird der nun folgende Weg zurück zum Hafen - unsere Taxis fahren direkt in einen Stau, so dass wir uns nach knapp einer halben Stunden entschließen, an einer Station der Northeast-Line auszusteigen, um von dort mit der MRT (die Fahrt kostet rund 70 Eurocent) zum Singapur Cruise Center zurück zu fahren.

NachtstimmungHier müssen wir nämlich unbedingt den Tipp von Linda vom Clubteam umsetzen - angeblich gibt es bei „Sushi Tei" das beste Sushi der Welt. Kaum haben wir es im Shoppingcenter am Hafen gefunden, fällt uns auch schon die etwa 25 m lange Schlange am Eingang ist Auge. Super- fast halb drei, den ganzen Tag noch nichts gegessen und jetzt das ….

Aber wir warten trotzdem - und das wird dann auch belohnt. Nach etwa 15 min sind wir an der Reihe und erhalten einen 4er-Tisch zugewiesen. Ruckzuck sind die Spezialitäten aus der Speisekarte ausgewählt und das Schlemmen kann beginnen. Ob es das beste Sushi der Welt ist, weiß ich leider nicht - aber das es mit das Beste ist, was ich je an Sushi gegessen habe - das weiß ich bestimmt. Und dass ich wieder dorthin gehe, wenn es mich das nächste Mal nach Singapur verschlägt, auch.

Etliche Sashimi und Makirollen später führt uns der Weg zurück zur AIDA - nicht jedoch ohne vorher noch einen Abstecher zu einem Samsung-Laden zu machen. Hier findet sich ein offenes WLAN, so dass ich zwischendurch mal einen Blick auf meine E-Mails werfen kann … dabei lasse ich es aber auch - das sind einfach zu viele. Das gehe ich nächste Woche an …

Raffles HotelZurück auf dem Schiff (Dart und Shuffleboard müssen wir heute genauso ausfallen lassen wie nachher die tägliche Bingo-Runde) geht es zum Abendessen (ja, ich weiß, wir kommen gerade vom Sushi-Essen … deshalb nur eine kleine Vorspeise und ein bisschen Dessert) und dann ins Theater - dem Treffpunkt von „SIN06" („Singapur: Die Lichter der Großstadt").

NachtmarktDieser abendliche Ausflug führt uns zunächst ins Raffles Hotel, um einen legendären „Singapur Sling" zu trinken. Ein bisschen süß - aber sonst richtig gut genießbar. Und natürlich beteiligen wir uns auch am kollektiven Erdnussessen - wo sonst kann man die Schalen einfach auf den Boden werfen?

Weiter geht es dann ins Bugis Village zu einem typischen Nachtmarkt bevor wir mit einem Bum Boat den Singapore River entlang fahren, um die nächtliche Skyline und den Kontrast zwischen Altstadt und Bankenviertel auf uns wirken zu lassen. Genau wie der Nachtausflug in New York bietet auch dieser Ausflug unentwegt neue Fotomotive und Lichtspiele.

Fullerton HotelTrotz der Warnungen der AIDA-Scouts, dass aufgrund hohen Verkehrsaufkommens die Rückkunft ggf. nicht pünktlich zum Jahreswechsel erfolgen könnte, kommen wir bereits kurz nach 23.00 Uhr am Cruise Center an, so dass dem gemeinsamen Jahreswechsel auf dem Pooldeck nichts entgegen steht.

Wir holen also unseren bestellen Sekt samt Kühler und Gläsern ab, suchen uns ein schönes Plätzchen auf dem Pooldeck und schließen uns den anderen Mitreisenden an, den Countdown bis Neujahr herunter zu zählen und parallel zum Ertönen von Horn und Schiffsglocke das neue Jahr zu begrüßen - immerhin sieben Stunden früher als sonst üblich (das hat übrigens den Vorteil, dass zu Hause die SMS auch gleich zugestellt werden können).

Bis nach 3.00 Uhr geht es für uns nun noch weiter auf dem Pooldeck mit der Neujahrsparty bis wir uns so langsam in die Kabinen zurückziehen - immerhin haben wir für morgen um 9.00 Uhr mit einigen Mitgliedern der Crew einen Frühstückstermin beim „Sushi Tei" ausgemacht …


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