Mit der AIDAdiva durch das östliche Mittelmeer
- Reisebericht vom 9. - 16. Oktober 2009 -


16. Oktober 2009: Heimfahrt mit Hindernissen


Um 8.30 Uhr klingelt das Telefon - der Weckruf. Morgentoilette, Rucksack packen und ab zum Frühstück. Die Kabine ist ab 9.00 Uhr zur Reinigung für die neu anreisenden Gäste gesperrt, mein Shuttlebus zum Flughafen geht um 9.45 Uhr. Bleibt also noch genügend Zeit für das Standardprogramm im Weite-Welt-Restaurant (Spiegeleier, Speck, Brötchen mit Lachs, Schinken und Käse, Joghurt und frisches Obst sowie genügend Kaffee zum Wachwerden).

Beim Gang zum Shuttlebus dann ein letzter Blick zurück - das war's dann erst mal wieder. Dachte ich zumindest …

Gut zehn Minuten später sind wird am Flughafen und sehen die Schlangen vor den Eingangstüren. Warum auch immer die Leute nicht reingehen …

Wenige Minuten später wissen wir es - die Schlangen enden innen an den Schaltern zum Check-In; die Abflughalle ist zu kurz. Also stelle auch ich mich vor die Tür in die Schlange bis ich nach etwa 30 Minuten mein Ziel, den Check-In-Schalter für Condor erreicht habe. Ich zeige meinen Personalausweis um im Gegenzug meine Bordkarte zu erhalten. Doch stattdessen erfahre ich, dass ich auf diesem Flug nicht gebucht sei. Das verwundert mich jetzt doch etwas, da der Hinflug mit Condor ja ganz normal geklappt hat, das der einzige Rückflug mit Condor ist und ich ja schließlich auch in meinen Reiseunterlagen den Condor-Flug vorfinde. Das verwundert zwar auch die Dame am Check-In, hilft aber nicht weiter. Ich bin nicht gebucht und kann somit nicht fliegen. Punkt.

AIDAdivaFreundlicherweise holt sie aber nochmal eine Kollegin, die auch noch nach mir (im Computer) sucht - leider auch erfolglos. Daher darf ich zunächst mal in Warteposition gehen, während man einen Vertreter von AIDA holt. Einige Telefonate mit der Flugabteilung von AIDA später ist das Problem gelöst: man hatte mich kurzfristig auf einen Flug mit TUIfly am Abend umgebucht, hat aber vergessen, mir das im Vorfeld mitzuteilen.

Na super - noch rund zehn Stunden Zeit bis zum Abflug; im Hotel bei meinem Auto bin ich dann gegen 23.00 Uhr. Das war so nicht gedacht.

Auf der anderen Seite - die zehn Stunden muss ich ja nicht am Flughafen verbringen. Ich lasse meinen Koffer also am AIDA-Stand und fahre mit dem Taxi zurück zum Schiff, um den Tag noch in der Sonne zu verbringen. Kurz vor 12.00 Uhr sitze ich dann auch schon in der Beachbar, nachdem ich mit Unterstützung der Reisemanagerin noch mein Shuttletaxi in Stuttgart umbuchen kann und für die Nacht zum Samstag noch eine Übernachtung in Stuttgart reserviere (mit ist nicht wirklich so danach, nach einem langen Tag auch noch mitten in der Nacht stundenlang auf der Autobahn unterwegs zu sein).

Die nächste freudige Überraschung: der Hotelmanager hat zwischenzeitlich die Bars informiert; ich bezahle heute mit „meinem guten Namen" … will heißen: ich genieße die Getränke auf Einladung von AIDA. Und auch die Taxikosten sind bereits beglichen. Super!

Mein Handgepäck beseitige ich wie bei der Ankunft, so dass ich den Tag zwanglos auf Deck 14, an der Pool- bzw. Diva-Bar und in der Sauna verbringe. Trotz allem Ärger und Aufwand hat das ganze also auch noch eine gute Seite.

Jetzt gibt es noch ein kleines Abendessen, bevor unser Shuttlebus zum Flughafen geht. Die Reisemanagerin steht bereits am Bus, um meinen Transfer auch ohne Gutschein (den hatte ich ja morgens schon gebraucht) sicherzustellen und auch am Flughafen steht der Groundservice von AIDA bereit, um beim Einchecken zu unterstützen (das sieht dann in der Praxis so aus, dass ich an der Schlange vorbei zum Einchecken komme und auch noch einen Notausgangs-Sitzplatz erhalte). Warum der Koffer beim Einchecken in Heraklion allerdings nur gewogen und mit dem Gepäckanhänger versehen wird, dieser danach allerdings vom Reisenden selbst zu einem Röntgengerät getragen und dort aufs Gepäckband gestellt werden muss, versteht vermutlich keiner so richtig. Ärgerlich ist dabei vor allem das doppelte Anstellen - wer die 30 Minuten beim Check-In hinter sich hat, hat die nächsten 30 Minuten dann noch am Gepäckband vor sich …

AIDANachdem auch das erledigt ist, werde ich noch bis zur Passkontrolle begleitet - ich kann hier den Service und die Unterstützung von AIDA vor Ort nur auf das höchste loben. Es ist unstrittig, dass AIDA hier einen Fehler gemacht hat - genauso unstrittig ist aber auch, dass sich ALLE Vertreter von AIDA (AIDA-Groundservice am Flughafen, AIDA-Flugabteilung in Rostock, Reisemanagerin der AIDAdiva) des Problems angenommen, eine rasche Lösung gesucht und mich entsprechend unterstützt haben. Zwar könnte man jetzt sagen, dass das ja wohl selbstverständlich und das Mindeste sei, was man erwarten könne - das sehe ich zwar auch so, weiß aber auch, dass die Praxis und die Theorie hier oft abweichen. Von daher ist meine Zufriedenheit mit AIDA durch diesen Vorfall eher größer als kleiner geworden - besser hätte man das nicht handhaben können.

Doch zurück zum Flug - der hat etwa 45 Minuten Verspätung und einige Turbulenzen zu bieten (das ist dann der Ausgleich für den fehlenden Seegang), so dass wir erst gegen 23.10 Uhr in Stuttgart landen. Sogar das Gepäck ist da - so sicher war ich mir nach dem organisatorischen Chaos in Heraklion da ehrlich gesagt nicht. Vor der Tür steht bereits das Taxi zum Hotel bereit - das kommt auch eher selten vor, dass da jemand vor dem Ausgang mit einem Schild steht und auf mich wartet ;-)

Da Bernd, Manuela und Jannik auch noch bis morgen im Mercure übernachten, nutzen wir die Gelegenheit, bei einem letzten gemeinsamen Bierchen über die nächste anstehende Fahrt zu sprechen - in bereits zwei Monaten geht's mit der AIDAcara nach Südostasien!


[Nach oben]     [Startseite]