Mit der AIDAdiva durch das östliche Mittelmeer
- Reisebericht vom 9. - 16. Oktober 2009 -


9. Oktober 2009: Ankunft in Griechenland


Eigentlich fing alles ja schon gestern an. Oder im Juli - da habe ich diese Fahrt nämlich gebucht. Aber keinen Platz mehr im Flieger ab Frankfurt gefunden, so dass ich ab Stuttgart fliegen musste. Und das auch noch morgens um 7.10 Uhr. Eine Internetrecherche hat dann ergeben, dass es in Stuttgart ein „Sleep & Fly"-Angebot des Mercure-Hotels gibt, so dass ich bereits gestern Nachmittag nach Stuttgart gefahren bin und den Abend im Pool und in der Sauna des Mercure Sindelfingen verbracht habe. Im Übernachtungspreis von 114 € sind übrigens sowohl die Parkgebühr am Hotel für die Woche sowie die Taxikosten für den Transfer zum und vom Flughafen enthalten - das ist deutlich weniger als ich durch den Abflug von Stuttgart anstelle von Frankfurt gespart habe (in Hessen sind nämlich schon Ferien und in Baden-Württemberg noch nicht). Von daher eigentlich alles gar nicht so schlimm, sondern ein halber Urlaubstag mehr …

Einen Pferdefuß hatte das Ganze aber doch … da der Flieger ja schon um 7.10 Uhr ging, war um 4.45 Uhr Wecken angesagt. Und da der Weckcomputer des Hotels ein bisschen Vorlauf hatte, war es 4.40 Uhr, als der heutige Tag begann. Schon ziemlich früh - da war es draußen ja noch dunkel …

AIDAdivaAber es hilft ja nix - das Taxi steht um 5.15 Uhr vor der Tür … also einen Abstecher ins Bad gemacht, den Koffer im Kofferraum gegen die Tasche getauscht und ab zum Flughafen von Stuttgart. Der hat übrigens vier Terminals - hört sich groß an, ist aber eher überschaubar (OK, vielleicht bin ich da von Frankfurt etwas andere Maßstabe gewöhnt - und da gibt es nur zwei Terminals). Dafür geht's schnell mit Einchecken und Sicherheitskontrolle, so dass wir pünktlich in Richtung Heraklion auf Kreta abheben. Aufgrund der rechtzeitigen Sitzplatzreservierung (vielen Dank an dieser Stelle an mein Stammreisebüro und Frau Paß) habe ich einen Gangplatz am Notausgang - das hat schon was, wenn der Abstand zum Vordersitz größer ist als die Beine lang sind ;-) Da vergehen sogar drei Stunden Flug wie im Flug … ;-)

Die Ankunft in Heraklion ist unspektakulär, der Flughafen noch mal etwas kleiner als der in Stuttgart. Immerhin fährt ein Bus zwischen Flugzeug und Ankunftsgebäude und - entgegen aller Befürchtungen - finde ich auch meinen Koffer irgendwann auf dem Gepäckband; viel kann jetzt eigentlich nicht mehr schiefgehen.

Wer meine bisherigen Reiseberichte kennt, weiß was in Heraklion passiert … die „AIDA-Maschinerie" läuft an - und sie läuft wie immer am Schnürchen. Direkt am Ausgang steht jemand mit einem AIDA-Schild, das zum Eincheck-Schalter für den Bustransfer führt. Wenige Minuten später sitze ich in meinem Bus zum Hafen, mein Gepäck im Kofferraum finde ich am späten Nachmittag auf meiner Kabine.

Und nun beginnt der Urlaub … am Hafen findet die obligatorische Sicherheitskontrolle des Handgepäcks statt, der „H1N1-Fragebogen" wird ausgefüllt („Haben Sie in der letzten Woche gehustet?"), das Sicherheits- und Erinnerungsfoto wird geschossen und nach der Handdesinfektion geht es an Bord. Übrigens schon erstaunlich, dass in der letzten Woche offensichtlich doch der eine oder andere gehustet hat - regelmäßig wird der Schiffsarzt zum Check-In gerufen… Jetzt ist es kurz nach zwölf … und die Kabine ist erst ab etwa 16.00 Uhr bezugsfertig. Es gilt also einerseits die Zeit zu überbrücken und andererseits irgendwie den Rucksack loszuwerden - allerdings idealerweise so, dass er heute Nachmittag noch da ist.

Das Überbrücken der Zeit ist - erwartungsgemäß - problemlos. Zunächst gibt es einige Häppchen im Bella Vista und dann einen ersten Saunagang und ein erstes Sonnenbad bei über 25°C auf Deck 14 … Wirft man dabei einen Blick auf das Pooldeck, kann man übrigens schön beobachten, wer zu den Wiederholern gehört und wer „AIDA-Anfänger" ist. Die Wiederholer haben Badekleidung an, die „AIDA-Anfänger" hochgekrempelte Jeans ;-) Tipp daher: Badekleidung gehört ins Handgepäck …

Die vorübergehende Beseitigung des Rucksacks ist übrigens ebenfalls kein Problem - allerdings fällt das in die Rubrik „Geheimtipp" ;-)

Zwischen die Durchsagen für die abreisenden Passagiere („Der Shuttlebus zum Flug AB … steht vor dem Schiff bereit.") mischt sich dann gegen halb drei auch die erste uns betreffende Durchsage - die Kabinen sind bezugsfertig. Diese „Shuttlebus-Durchsagen" sind am Anreisetag allerdings viel schöner als am Abreisetag … ;-)

Kabine 8239Dieses Mal habe ich Kabine 8239 - erstmals eine Kabine auf Backbord. Folglich steht das Bett dieses Mal auf der anderen Seite - aber gut, daran wird man sich gewöhnen. Im Gegensatz zu manch anderen habe ich jedoch Glück - die Kabine liegt auf Deck 8 mittschiffs und hat eine Glaswand vor dem Balkon (anstelle einer Stahlwand wie dies bei manchen Kabinen im vorderen Bereich der Fall ist), so dass man vom Bett aus einen freien Blick genießen kann. Alles in allem hat sich der Variotarif also wieder mal gelohnt …

Vor der Kabine steht bereits der Koffer - also ist auch diese Hürde genommen und es gibt zum Abendessen ein frisches T-Shirt ;-) Der Rest ist schnell im Schrank und in der Nasszelle verstaut, lediglich der Safe lässt sich nicht nutzen (nach Eingabe des Codes zeigt das Display „BATT"). Ein kurzes Telefonat mit der Rezeption (die Vermutung, dass die Batterie gewechselt werden muss, bestätigt sich) und acht Minuten später klopft der Bordelektriker an die Kabinentür. Perfekt.

Jetzt noch kurz ein Nickerchen, um die abgebrochene Nacht zumindest teilweise nachzuholen und dann geht es um 17.30 Uhr zur Ausflugspräsentation über Ägypten. Die bereits zu Hause aufgrund der Empfehlung eines Kollegen (hat die Fahrt vor zwei Monaten gemacht) und einer Kollegin (Ägypten ist ihre zweite Heimat) getroffene Entscheidung für PSD04 („Pyramiden und Nil") scheint richtig zu sein … auch wenn ein knapp 12-stündiger Ausflug sicherlich sehr anstrengend ist, will ich unbedingt Pyramiden gucken gehen ;-)

PoolpartyHier treffe ich dann auch auf bekannte Gesichter … Bernd, Manuela und Jannik sind auch an Bord (wir kennen uns seit der Nordamerika-Fahrt vor etwa einem Jahr und haben zwischendurch auch eine gemeinsame Testfahrt auf der „Mein Schiff" gemacht) - die Überraschung ist gelungen!

Das Abendessen gibt es heute im Freien … im Weite-Welt-Restaurant finden sich noch einige Plätze draußen - das Wetter sollte man ausnutzen (wie ist es eigentlich aktuell zu Hause? Man hört von Regen und herbstlichen Temperaturen…). Das tolle Wetter ausnutzend gibt es im Anschluss noch einen Mexican Bull an der Pool-Bar, bevor die Wartezeit bis zum „Welcome-Sekt" in der AIDA-Bar überbrückt wird.

Und nun ist es soweit - meine achte AIDA-Reise beginnt. Pünktlich (die Flieger scheinen also alle angekommen zu sein) um 22.00 Uhr verlassen wir Heraklion; wie immer in Begleitung von Enya's „Orinoco Flow". Und wie immer gibt's auch dieses Mal eine Gänsehaut dazu …


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