(C) 2009 Eric Fröhlich

Mit der "Mein Schiff" von Kiel nach Kopenhagen und zurück
- Reisebericht vom 20. - 23. Mai 2009 -


Unsere Kabine


Innenkabine 9045Versuchen wir es also in unserer Kabine: 9045 - Innenkabine auf Deck 9, ziemlich weit vorn. Die Kabine ist rasch gefunden, die Tür geöffnet. Die Einrichtung ist zweckmäßig und gut gelungen: Bett, zwei Nachttische, zwei große Schränke, eine Minibar, Nespresso-Maschine, Telefon und Flachbildschirm sowie ein Spiegelschrank mit Safe und mehreren Schubladen erwarten uns für die nächsten Tage (bzw. eher Nächte). Die Ausstattung wirkt recht hochwertig und lässt durchaus einen gewissen Wohlfühlfaktor aufkommen.

Innenkabine 9045Die Nasszelle verdient diesen Namen allerdings zu Recht. Hier geht es in der Tat eher zweckmäßig als schön zu. Vakuum-Toilette, Waschtisch und Dusche (ohne Tür) auf gut zwei Quadratmetern - da ist nicht wirklich viel Platz. Und auch die Dusche lässt durchaus zu wünschen übrig. Das Wasser verlässt den Duschkopf recht drucklos, die Temperaturregelung funktioniert eher nicht in Echtzeit. Bewegt man den Hebel in Richtung "warm", kann es schon mal etwas dauern, bis das Wasser dem Befehl nachkommt. Dumm ist's halt nur, wenn man mangels Reaktion den Hebel dann zu weit nach links bewegt - dann kommt's auch schnell mal ein bisschen heiß daher ... und ein schneller Schwenk nach rechts in Richtung "kalt" braucht halt auch seine Zeit ...

Gut wäre z.B. noch ein Seifenhalter (oder noch besser: ein Seifenspender) am Waschtisch - dann bräuchte das Stück Seife nicht tagelang über den Waschtisch zu rutschen. Eines unserer Probleme wird sich allerdings von selbst lösen: die Handtücher werden auf den folgenden Fahrten irgendwann auch brauchbar sein. Heute sind sie es leider noch nicht - wie alle neuen Handtücher haben sie die Eigenart, Wasser eher abzuweisen als aufzunehmen. Abtrocknen funktioniert also nicht wirklich - vielleicht hätte man sie vor der Erstausgabe doch mal waschen sollen ...

Innenkabine 9045Doch wenden wir uns noch einmal der Kabine zu. Hier fallen dann doch noch einige Kleinigkeiten auf ... auf dem Nachttisch steht zwar ein Telefon mit einer Leseeinrichtung für Kreditkarten. Wie man das bedient und - noch viel wichtiger - was das kostet: Fehlanzeige. Der Flachbildschirm beherbergt dafür die wichtigsten deutschen TV-Programme und bietet auch (kostenlose!) Spielfilme an - leider sind die Bordkameras aber noch nicht eingetroffen oder angeschlossen: es gibt zwar eine Kamera auf dem Pooldeck (da ist abends aber nur noch ein schwarzes Bild zu sehen), allerdings keine am Heck, am Bug oder auf der Brücke (für diese wäre aber zumindest ein Programmplatz vorgesehen). Das ist natürlich gerade für eine Innenkabine ein bisschen schade, da hier der Bildschirm als "elektronisches Fenster" die einzige Chance ist, am Tag-/Nacht-Rhythmus teilzunehmen. Ach ja, und von solchen Dingen wie iTV usw. träumt man hier besser als das man sie sucht.

Richtig gut sind dafür die eingebauten Schränke. Hier gibt es massig Platz für viel Gepäck - da haben sogar die leeren Koffer noch in den Schrank gepasst. Dafür gibt's dann in der Tat einen Pluspunkt. Und auch die großen Nachttische mit jeweils zwei Schubladen machen Freude, wenn man das Ablagebrettchen von AIDAdiva & Co. gewöhnt ist.

Informationsaustauschgespräche mit Mitreisenden lassen im übrigen auch ein paar Worte zur Klimaanlage zu. Die Regelung erfolgt über ein Thermostat mit Temperaturangaben in Fahrenheit - es empfiehlt sich also durchaus, vor der Reise mal nachzuschlagen, wieviel °F denn die gewünschte Wohlfühltemperatur in °C entspricht. Das ist allerdings nur notwendig, wenn man eine andere Kabine hat als wir: Unsere Klimaanlage war im Gegensatz zu den Anlagen in anderen Kabinen zwar deutlich leiser - dafür hat sie aber auch nicht wirklich gekühlt. Es ist also Geschmackssache, ob man nachts nicht schlafen kann, weil es zu laut oder zu warm ist ...

Also, suchen wir weiter nach unseren Pluspunkten ...


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