Mit AIDAaura von Montréal nach New York
- Reisebericht vom 14. - 27. Oktober 2008 -


21. Oktober 2008: Boston - nicht nur für Studenten


Bei leicht bewölktem Himmel, aber durchaus mit Sonnenschein und in erträglichen 13°C erreichen wir Boston, die Hauptstadt von Massachusetts und mit rund 600.000 Einwohnern größte Stadt Neuenglands. Der letzte Hafen vor unserem Ziel New York ist erreicht. Da mein heutiger Ausflug erst um 14.00 Uhr beginnt, bleibt am Vormittag noch etwas Zeit für Entspannung und Wellness. Also noch einmal ab in die (herrlich leere) Sauna und danach gemütlich ein paar Kapitel in der AIDA-Bar bei einer Latte gelesen - das ist wohl das, was Urlaub vom Arbeiten unterscheidet. ;-)

Zum Mittagessen muss heute ein Wrap und eine Banane reichen, mehr geht beim besten Willen nicht mehr - zumal heute Abend interessante Themen in den Restaurants locken, so dass ich evtl. in beiden jeweils einige Häppchen essen muss. Doch dazu später mehr ...

Blick über BostonJetzt geht es aber erst Mal an Land - und dieses Mal wieder ganz normal, d.h. ohne Shuttleservice und Tenderboote. Ich mache den Ausflug BOS03 ("Bostons Höhepunkte studieren: Harvard & Skywalk"). Wir fahren zunächst zum Prudential Tower, wo wir im 50. Stockwerk einen Rundumblick auf Boston und Umgebung haben - sowohl hier als auch bei der Rundfahrt durch die Innenstadt bestätigt sich der Eindruck, dass Boston die wohl "europäischste Stadt" in den USA ist - man könnte durchaus auch den Eindruck haben, in London zu sein. Weiter geht es im Anschluss nach Cambridge - wir besuchen Harvard. Campus con HarvardRund $40.000 kostet ein Semester an dieser Elite-Universität, die bislang sechs US-Präsidenten hervorgebracht hat (ob das allerdings wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, sei einmal dahin gestellt); hervorragende Abschlussnoten auf der High School vorausgesetzt (nach Aussagen unserer Reiseleiterin soll aber auch schon mal eine Spende zum Ausgleich nur mäßiger Noten gedient haben). Unabhängig davon ist es aber wirklich interessant, einmal auf dem Campus von Harvard gestanden zu haben; die Aussage: "Ich war in Harvard." ist jetzt ja auch nicht mehr falsch ;-)

Unsere nächste Station ist "Quincy Market" (von Erika, unserer Reiseleiterin aus Neustadt an der Weinstraße, auch "Fresshalle" genannt). Das Ganze ist ansatzweise vergleichbar mit dem "Carrée" in Darmstadt, wenn es dort auch ein bisschen kleiner ist. Quincy MarketHier scheint es aber so, als ob in Boston niemand eine Küche hat oder diese nicht benutzt - Dutzende von Leuten eilen durch die Hallen, nehmen eine Pizza, Döner, Sushi, Meeresfrüchte, Eis, Muffins und Donats oder "Pretzel - the healthy food" mit nach Hause. Und was noch auffällt: hier gibt es nur eine Portionsgröße - XXL. Je mehr rechts und links aus der Verpackung heraushängt, umso besser. Eine normale Pizza von hier würde bei uns als Familienpizza durchgehen. Wer das alles essen soll, ist mir Rätsel.

Kirche und ModerneNach etwa einer Stunde Aufenthalt, die ich u.a. auch gleich mal wieder für einen kurzen Ausflug ins Internet nutze (hier finden sich überall offene WLANS "BostonPublicAccess" - sehr nett), fahren wir jetzt zurück zu unserem Schiff, das inzwischen Gesellschaft durch die "Caribbean Princess" erhalten hat. Wenn jemand mal ein großes Schiff sehen will, dann empfehle ich das - ich schätze mal, dass die AIDAaura dort mindestens drei Mal hineinpasst. Naja, wem's gefällt. Ich ziehe unsere Schiffsgröße (AIDAcara, AIDAaura, AIDAvita) eindeutig vor, da hier doch noch ein "familiäres Gefühl" aufkommt - daran fehlt es ja leider schon etwas in der Klasse der AIDAdiva.

51 Stufen später - so viele hat die Gangway hinauf auf Deck 6 - komme ich gerade richtig zum Abendessen. Neugierig auf die afrikanische Küche habe ich mich in Quincy Market auch zurückgehalten und nach über einer Woche Abstinenz lediglich mal eine "Coke Zero" getrunken. Von daher gibt es jetzt viele Häppchen, i.w. hähnchenbasiert und interessant gewürzt -schmeckt aber sehr gut.

Bingo - Theater - AIDA-Bar ... so der heutige Abend in Kurzform. Auch wenn ich heute "scharf auf die Kohle war" (und das gleich mit zwei Scheinen) hat es das Glück mit anderen mal wieder besser gemeint. Aber morgen, beim Jackpot-Bingo, da klappt's bestimmt. Somit muss ich mich heute mit zwei "Schnapszahl-Sekt" begnügen. Naja, mejor que nada. Im Theater zählt heute jede Sekunde. Bei der "Disco inferno" muss das Show-Ensemble innerhalb von einer Minute nach Ziehen eines Musikwunsches aus der Lostrommel loslegen - inklusive Kostümwechsel, Text und Tanzschritten.

Ich schließe den Abend jetzt in der AIDA-Bar mit einem "Sunrise" ab und werde mich dann vom (ganz) leichten Seegang in den Schlaf schaukeln lassen.


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