Mit der AIDAblu eine Woche rund um die Kanarischen Inseln
- Tagebuch vom 17. - 24. Dezember 2005 -


17. Dezember 2005

Es geht los ...

Santa Cruz (Teneriffa)



Es ist es also wieder mal soweit … ich bin - wenn auch eine Woche später als ursprünglich geplant - wieder auf der AIDA. Dieses Mal ist es die AIDAblu, das (zurzeit) größte Schiff der AIDA-Flotte mit einer Kapazität von mehr als 1.500 Passagieren. Die einwöchige Tour beginnt am heutigen 17. Dezember 2005 in Teneriffa und geht einmal rund um die Kanarischen Inseln mit Zwischenstopps in Madeira, La Palma, Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria. Die Rückkunft in Teneriffa ist dann für Heiligabend geplant.

Doch beginnen wir von vorn …

Es geht los! Um 5.00 Uhr klingelt der Wecker, um 5.30 Uhr steht das "Taxi" (in Form von René, der - wie er sagte - "sowieso früh aufstellen wollte") vor der Tür und die Fahrt zum Flughafen beginnt. Dank Vorabend-Check-In ist der Koffer bereits in den Tiefen des Frankfurter Flughafens verschwunden (fährt der eigentlich die ganze Nacht Karussell oder werden die irgendwo zwischengelagert?). Doch was ist das? Ab dem Offenbacher Kreuz fallen dicke Schneeflocken (als jemand, der Schnee eigentlich nur aus der "Frankfurter Tiefebene" kennt, würde ich das sogar mal als leichten Schneesturm bezeichnen), die auch noch liegen bleiben. Und so kommt es, dass bei unserer Ankunft am Airport eine Art Winterlandschaft zu sehen ist. Einerseits toll, denn gibt es einen schöneren Abschied in den "ewigen Frühling"? Andererseits befürchte ich doch schon wieder das Chaos auf dem Flughafen mit Wartezeiten, Verspätungen und Flugausfällen …

Wie beim letzten Mal bin ich natürlich ohne Frühstück zum Flughafen gekommen, da ich inzwischen ja gelernt habe, dass nach 5.30 Uhr dort Essbares verkauft werden darf - und siehe da, dieses Mal klappt es mit dem Käse-Schinken-Baguette sowie einer Cola light aus dem Automaten [ja Simon, ich weiß, dass das krebserregend sein soll …;-)]

Die Sicherheitskontrolle auf dem Weg zu A18 ist wenig spektakulär (wobei ich mich aber schon frage, für was es da über zehn Kontrollstellen gibt, wenn davon nur vier besetzt sind obwohl die Schlange davor nicht wirklich übersehbar ist - eigentlich fehlen nur noch die freizeitparktypischen Schilder "ab hier noch 30 Minuten Wartezeit") und ist das letzte Hindernis auf dem Weg zum Flieger. Sieht also doch so aus, als ob der Schnee nicht weiter stört … Von wegen, bis in den Flieger geht's ja noch ziemlich normal, doch dann beginnt die Wartezeit - rund eine Stunde dauert es, bis wir unsere Startposition an der Startbahn West erreicht haben, die Maschine enteist ist (hab ich noch nie gesehen, ist aber eigentlich nichts anderes, als wenn man bei seinem Auto morgens die zugefrorene Windschutzscheibe mit einem Auftauspray einsprüht - nur dass die "Sprühflasche" in unserem Fall etwas größer ist) und wir die Startfreigabe haben.

Der knapp 4½-stündige Flug verläuft Dank des beim Check-In ausgesuchten Sitzplatzes (11D, mit Beinfreiheit am Notausgang) sowie iPod und einem kurzen Nickerchen (unterbrochen durch ein, sagen wir mal, gut gemeintes Frühstück) recht angenehm. Bei Schnee und -1°C eingestiegen und bei 21°C ausgestiegen - das ist ja schon mal was. Auf dem Weg zum Gepäckband treffe ich noch kurz auf Eric, der mit meiner Maschine zurück nach Frankfurt fliegen wird und der mir noch den einen oder anderen Hinweis gibt (es hat schon was für sich, wenn jemand die "Vortour" macht - aber das nächste Mal klappt's bestimmt zusammen …).

Ein für mich immer wieder erstaunlicher Vorgang ist es, dass mein Gepäck im gleichen Flieger wie ich untergekommen ist, so dass ich meinen Koffer bereits nach wenigen Minuten Wartezeit in Empfang nehmen kann. Und nun beginnt er - mein zweiter AIDA-Urlaub…

Parque Las AguilasWas mich bereits beim ersten Mal begeistert hat, trifft auch bei dieser Reise wieder zu - die hervorragende Organisation durch AIDA. Gleich nach dem Verlassen des Gepäckbereichs erhält man an einem AIDA-Stand ein Informationsblatt über den Verlauf des restlichen Tages in Teneriffa - es geht nach Abgabe des Gepäcks mit dem Bus zum "Parque Las Aguilas", einen Dschungelpark, in dem es zunächst ein gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant und anschließend noch freie Zeit für einen Rundgang gibt. Ich weiß ja nun nicht, was andere Leute so zu Hause essen - erstaunlich finde ich es jedenfalls schon, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen der Ansicht ist, dass man das angebotene Essen eher auf dem Teller liegen lassen sollte … sicher hat die Verpflegung in einem Tierpark nicht das AIDA-Niveau, aber schlecht schmeckt das angebotene Essen (Salatteller, Hähnchenschenkel mit Pommes frites und Gemüsebeilage sowie anschließend ein gemischtes Eis, dazu Rotwein und Wasser) jedenfalls nicht. Da ich im ersten Bus vom Flughafen zum Park gesessen habe, sitze ich auch wieder im ersten Bus vom Park zum Hafen, so dass ich nach rund 50 Minuten Fahrzeit als einer der ersten aufs Schiff darf ;-)

Als "Wiederholer" kennt man natürlich die Prozedur des Eincheckens bereits und Dank eines Sonderschalters für Bewohner von Suiten und Juniorsuiten geht's auch ganz besonders schnell - Reisebestätigung vorzeigen (das normalerweise übliche Heft mit den Vouchers für Transfer, Flug und Einschiffung habe ich aufgrund der knappen Buchung nicht mehr zugeschickt bekommen können), Reisepass abgeben und Kreditkarten einlesen lassen und schon geht's zum Fototermin (ein schnelles Bild für den Bordcomputer und eins zur Erinnerung). Irgendwie scheint man mich auch schon erwartet zu haben, da ich mit den Worten "Ah, Du bist der mit der Woche Verspätung" begrüßt wurde …

So - und damit bin ich pünktlich um 16.00 Uhr (Ortszeit, gegenüber der Heimat eine Stunde zurück) an Bord der AIDAblu und fahre mit dem Aufzug auf Deck 11, auf dem für die nächste Woche meine Heimat sein wird. In Kabine 11128 (dabei handelt es sich um eine Junior-Suite mit Balkon) werde ich schon mit diversen Informationsschreiben, einem Obstteller sowie den Reiseführern, die Eric für mich an Bord gelassen hat, empfangen. Mein Koffer fehlt zwar noch, aber der wird auch irgendwann noch ausgeliefert werden …

Also nutze ich die Zeit für einen kurzen Schiffsrundgang. Die AIDAblu erstreckt sich auf insgesamt 13 Decks, wobei die Nummerierung jedoch bis Deck 14 geht, da der Decknummerierer (oder wie nennt sich dieser Beruf?) abergläubisch war und daher Deck 13 vorsichtshalber weggelassen hat.

Im Gegensatz zu der mir bereits bekannten AIDAvita ist die AIDAblu nicht nur größer sondern auch etwas anders ausgestattet: ergänzend zu den auf beiden Schiffen vorhandenen Einrichtungen (Theater, Bars, Pooldeck, Shops, Fitnessbereich, Hospital usw.) gibt es auf der AIDAblu deutlich mehr Restaurants sowie das größte Spielcasino auf einem deutschsprachigen Schiff und ein über drei Decks reichendes Atrium im Eingangsbereich. Bei den Restaurants handelt es sich im Wesentlichen um Buffetrestaurants ohne Aufpreis für Speisen und Getränke (Marktrestaurant, Buena Vista Restaurant, California Grill, Asia Bistro), allerdings gibt es mit dem Bella Donna Restaurant auch ein Servicerestaurant, bei dem das tägliche wechselnde Mehr-Gänge-Menü ebenfalls im Preis enthalten ist, die Tischgetränke jedoch zu bezahlen sind (dafür sitzt man in angenehmer und ruhiger Atmosphäre). Natürlich gibt es auch hier das auf allen Schiffen der AIDA-Flotte vorhandene "Rossini", ein von Restaurantführern ausgezeichnetes Restaurant für besondere Anlässe. Abschließend sollte man dann noch die Sushi-Bar sowie das Dolce Vita Eiscafé erwähnen, die ihre Spezialitäten ebenfalls gegen Aufpreis anbieten.

Auf dem Rückweg zu meiner Kabine stolpere ich über meinen Koffer, der wohl gerade mit dem Aufzug seinen Weg auf Deck 11 gefunden hat; ich nehme ihn gleich mit und verstaue meine Sachen in den unzähligen Schubladen der Kabine, bevor ich um 18.30 Uhr den Schiffsrundgang der Animationscrew mitmache - das ist übrigens etwas, das ich jedem AIDA-Urlauber nur empfehlen kann, da man hierbei nicht nur die einzelnen Bereiche "erwandert" sondern an jeder Station noch ergänzende Erläuterungen erhält.

Bevor es dann um 20.30 Uhr zur Ausflugspräsentation für Madeira geht, nutze ich die Zeit für einen kleinen kulinarischen Rundgang durch die einzelnen Restaurants - und stelle fest, dass (im Gegensatz zu meiner ersten Fahrt mit der AIDAvita) hier deutlich mehr Gedränge herrscht - man findet zwar immer irgendwo noch einen Platz, es ist aber schon ein bisschen nervig … Ich glaube, ich muss morgen entweder pünktlich zur Buffet­eröffnung erscheinen oder Eric's Tipp umsetzen und im Bella Donna essen.

Den restlichen Abend verbringe ich dann bei dem einen oder anderen Caipi :-) auf Deck 12 bei der "Sail Away Show", bevor ich dann die erste Nacht dieser Reise (die von Teneriffa nach Funchal auf Madeira führt) friedlich vor mich hin schlummere …


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