Mit der AIDAvita eine Woche durch das westliche Mittelmeer
- Tagebuch vom 29. April bis 6. Mai 2005 -


2. Mai 2005

Die Insel in der Mitte des Mittelmeers

Valetta/Malta



Auch heute gibt es einen Sonnenaufgang und Harald möchte da natürlich wieder dabei sein. Also kurz vor 6.00 Uhr aus den Federn und ab auf Deck 11. Und siehe da, ich bin nicht der einzige Frühaufsteher: mit Digicams und Camcordern bewaffnet stehen noch etwa 10 Mitreisende am Bug und warten auf das Ereignis. Ich spare mir das romantische Geschreibsel an dieser Stelle - das gestern Gesagte behält seine Gültigkeit.

Im Gegensatz zu gestern verläuft der Morgen nicht ganz so hektisch: auf dem Weg zurück in die Kabine nehme ich noch ein Croissant vom "Early-Bird-Frühstück" mit, nutze die Infrastruktur des Badezimmers und packe meinen Rucksack für den Tagesausflug in Valetta. Dann geht's zum Frühstück - business as usual. Kurz vor 9 Uhr mache ich mich auf den Weg ins Theater, dem Treffpunkt für unseren Ausflug. Noch etwa 200 andere Passagiere warten dort auf insgesamt drei verschiedene Ausflüge - und wie immer gibt es drei, vier Passagiere, die es nicht schaffen, die Wortfolge "Treffpunkt: Theater" von "Treffpunkt: Aida-Bar" zu unterscheiden und dann erst mit Verzögerung einlaufen. Spannend ist es auch, wenn Männer vor ihren Frauen eintreffen, weil diese noch ein wichtiges Utensil in ihrer Handtasche vermissen und deshalb zurück in die Kabine müssen. Meint Ihr, einer der Herren wüsste, zu welchem Ausflug er sich angemeldet hat? "Das weiß meine Frau..." heißt es dann hilflos. Naja, ist ja auch kein so großer Unterschied, ob ich acht Stunden mit dem Jeep quer durch Malta fahre oder eine 1-stündige Stadtrundfahrt mitmache ... ;-)

Trotz allem hat es wieder einmal geklappt: die Busse sind besetzt, der Kampf um die Sitzplätze ist entschieden und die Fahrt - in meinem Fall nach Sliema, einem Vorort von Valetta - kann beginnen. Nach etwa 20 Minuten haben wir den Hafen von Valetta erreicht (ja, ich weiß; wir sind mit dem Schiff gekommen und liegen praktisch schon am Hafen - allerdings startet unsere Hafenrundfahrt an der anderen Seite) und steigen um in eine etwas kleinere Barkasse, die uns etwa 90 Minuten durch den Naturhafen von Valetta führt. Auch hierzu weiß der AIDA-Reiseführer etwas zu berichten: "Imposant auch der Grand Harbour, ein Naturhafen, den man sich am besten aus der Sicht der Belagerer von einst anschaut - vom Schiff aus. Dann wirken die wehrhaften Mauern rund um Valetta noch gewaltiger.".

Anschließend geht es wieder zurück an Bord - das Mittagessen ruft. Die Sonne lacht auch heute wieder und so liege ich den Nachmittag mehr oder weniger (eher weniger, denn die Hitze ist nicht lange auszuhalten) in der Sonne, lese ein bisschen und hole den fehlenden Schlaf der letzten Nacht nach (Ihr wisst schon, der Sonnenaufgang ...). Unterbrochen durch den Nachmittagskaffee (ein Muffin musste auch dran glauben) und einen "Coconut Kiss" geht es dann zur Ausflugspräsentation über Neapel (die Entscheidung fällt zwischen Vesuv und Pompeji zu Gunsten Pompeji) ins Theater.  Zwischendurch muss natürlich auch noch ein Besuch im Restaurant eingeplant werden (im Marktrestaurant gibt es heute "Fisch und Meeresfrüchte" und das Calypso-Restaurant hat als Thema "Asia" gewählt). Die Meeresfrüchte haben übrigens gewonnen: hier gibt es alles, was das Herz begehrt - Tintenfisch, Meeresfrüchtesalat, Miesmuscheln und Fischsorten, die ich noch nicht einmal im Zoo, geschweige denn bei "Nordsee" gesehen habe. Zum Thema Essen muss ich doch noch einmal etwas ausholen: grundsätzlich gibt es immer mehrere Gänge entsprechend den Themenabenden - das fängt an mit zwei Suppen, drei bis vier Vorspeisen, ebenso viele Hauptgänge mit verschiedenen Beilagen (davon mind. ein vegetarisches Gericht) sowie ein, zwei typische Nachspeisen. Zusätzlich gibt es jedoch immer auch das eine oder andere "normale" Gericht - wer also nicht einmal etwas Neues probieren will (und das bietet sich ja eigentlich an, da man ja aufgrund der Buffetform wirklich alles einmal in kleinen Portionen probieren kann), findet dennoch auch bekannte Speisen (und sei es notfalls die praktisch immer verfügbare Pizza). Außerdem gibt es ebenfalls immer die bereits erwähnte Käseauswahl sowie das Dessertbuffet inkl. dem frisch zubereiteten Obst.

Um 21.30 Uhr geht es dann auf das Pooldeck - zur Piraten-Party (bzw. auf Deck 11 zum gefahrlosen Zuschauen und Fotografieren). Auch dazu gibt es etwas zu sagen: viele bringen AIDA ja mit ständiger Party und Animation in Verbindung. Das ist auch nicht ganz falsch, denn irgendwas geht immer irgendwo. Allerdings ist das alles geplant und veröffentlicht - wer also um 15.30 Uhr auf dem Sonnendeck zum "Poolradio" geht, muss damit rechnen, Bestandteil des Programms zu werden. Wer das nicht tut, hat damit auch kein Problem. Also: wer ständig Action will, wird sie haben können; wer das nicht will, kann dem auch problemlos aus dem Weg gehen.

Und wie geht der Abend zu Ende? Ihr ahnt es sicher schon - auf hoher See und mit einem Caipirinha in der Hand unterhalte ich mich blendend mit Samy, dem philippinischen Barkeeper der Ocean Bar. Und falls das jetzt alles ein bisschen wirr klingt, dann liegt das daran, dass Samy noch weitere gute Cocktails ("Blue Lagoon", "Coconut Dream") kennt ...


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